Fünf Tipps gegen Schnarchen

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Berlin - „Sägen“ im Schlaf – vor allem für den Partner kann dauerhaftes Schnarchen eine große Belastung sein. Doch auch die Schnarcher selbst fühlen sich häufig zerschlagen und müde, weil die Erholung in der Nacht beeinträchtigt ist. Die Geräusche treten dann auf, wenn weiches Gewebe im Rachenraum und in den Atemwegen beim Einatmen der Raumluft in Schwingung gerät. Auch die Position der Zunge kann die Atemlaute beeinträchtigen.

Tipp eins: Formen unterscheiden. Das sogenannte „primäre“ Schnarchen ist zwar lästig, aber gesundheitlich nicht bedenklich. Gefährlich wird es allerdings, wenn die Kunden im Beratungsgespräch Atempausen während des Schlafes, sehr tiefe Atemzüge und laute Geräusche beim Einatmen im Schlaf äußern. Vor allem wenn gleichzeitig starke Müdigkeit am Tag auftaucht, besteht die Gefahr, dass der Patient unter dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) leidet. Dabei sind die Atemwege zeitweise – bis zu einer Minute lang – vollständig blockiert. Das führt zu Sauerstoffarmut im Blut. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und ein hohes Schlaganfallrisiko sind die Folge. Diese Patienten sollten unbedingt zu einem Arzt geschickt werden.

Wenn OSAS diagnostiziert wurde, wird häufig mit einer Schlafmaske behandelt. Über diese wird nachts die Raumluft mit einem leichten Überdruck zugeführt. Das führt dazu, dass die oberen Atemwege nicht mehr blockieren und genug Sauerstoff aufgenommen werden kann. Der Nachteil: Die Maske muss dauerhaft jede Nacht getragen werden. Bei anatomischen Feststellungen der oberen Atemwegen kann das Problem durch eine Operation häufig behoben werden.

Tipp zwei: Schlafen in Seitenlage. Schnarcher sind sehr häufig Rückenschläfer: Durch diese Liegeposition „fällt“ das weiche Gewebe der Kehle nach hinten und verengt die Atemwege. Wer sich also beim Schlafen auf die Seite legt, kann häufig bereits das Problem lösen. Nachhelfen kann man dabei mit der sogenannten Tennisball-Methode: Der Ball wird in den Rücken des Pyjamas eingenäht. Das verhindert auf mehr oder weniger sanfte Weise, dass sich der Schnarcher in der Nacht wieder in Rückenlage dreht. Wenn das Schlafen in Seitenlage dennoch nicht klappt, kann der Oberkörper durch Kissen leicht erhöht werden – auch das reduziert das „Sägen“.

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