Wie kann der Beruf gestärkt werden?

Overwiening & May: PTA-Vertretung löst keine Probleme

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Berlin -

Gut drei Stunden nahmen sich Gabriele von Elsenau Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), und Adexa-Chef Andreas May Zeit, um über die Zukunft des PTA-Berufes zu diskutieren – vor allem vor dem Hintergrund der geplanten PTA-Vertretung.

Zusammen mit AKWL-Hauptgeschäftsführer Michael Schmitz kamen von Elsenau Overwiening und May zu einem fachlichen Austausch zusammen. Dabei sei man sich einig gewesen, dass das versprochene Fixum von 9,50 Euro dringend kommen müsse. „Wer es mit der Stärkung der Vor-Ort-Apotheken als unverzichtbarem Bestandteil der Gesundheitsversorgung und der sozialen Infrastruktur ernst meint, darf sie nicht weiter kaputtsparen“, so von Elsenau Overwiening.

„Es wird nicht gelingen, steigende Personalkosten, tarifliche Lohnsteigerungen und den zunehmenden Fachkräftemangel in den Apotheken zu bewältigen, wenn die Politik die zugesagte verlässliche und planbare Honorarentwicklung verweigert“, ergänzte May.

Trotzdem gebe es auch Positives im Vorhaben, wie die Erhöhung der Nacht- und Notdienstpauschale und mehr pharmazeutische Dienstleistungen (pDL). Doch es gebe noch einige strittige Punkte. „Verantwortungsvoll agierende Politik ist gut beraten, unsere Expertise frühzeitig einzubinden.“

Ablehnung der PTA-Vertretung

Eine PTA-Vertretung lehnen sowohl der PTA als auch von Elsenau Overwiening ab. „Zum einen ist diese Regelung weder ausgereift noch zu Ende gedacht“, betonte die AKWL-Präsidentin. „Zum anderen löst sie keines unserer strukturellen Versorgungsprobleme. Diese entstehen insbesondere dadurch, dass die wohnortnahen Apotheken seit Jahren chronisch unterfinanziert sind.“

Schmitz zeigte auf, wie die Kammer den PTA-Beruf durch die finanzielle Unterstützung der PTA-Schulen im Kammerbezirk sowie die Plattform „PTA-Campus“ stärkt. So solle die fachliche Qualifikation, die Sichtbarkeit und die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten von PTA nachhaltig verbessert werden. Etwa 10 Prozent des Kammerhaushaltes entfielen laut Schmitz auf die Förderung der PTA-Ausbildung und -Fortbildung.

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