Kinder-NEM meist zu hoch dosiert

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Apothekenmarken bestehen den Test der Verbraucherzentrale nur bedingt. So enthält Orthomol Junior C plus geringe Mengen an Kupfer. Dieses Spurenelement sollte laut Empfehlungen des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) gar nicht in Supplements für diese Altersgruppe enthalten sein. Weiterhin werden die vom BfR empfohlenen Höchstmengen bei den Vitaminen A und E und bei den Spurenelementen Kupfer und Mangan überschritten.

Auch Naturafit kann nicht überzeugen. Die Kindervitamine mit Calcium geben nur eine ungenaue Dosierungsempfehlung von ein bis drei Tabletten täglich. Bei der täglichen Einnahme wird die vom BfR empfohlene Höchstmenge an Folsäure überschritten. Auch Sanostol gerät in die Kritik. Bei der maximalen Einnahmemenge von drei Tabletten für Kinder ab sieben Jahren wird der vom BfR empfohlene Wert von Vitamin A um das vierfache überschritten.

Vor allem Zucker

Neben Vitaminen enthalten die Lutschtabletten oder Gummitierchen im Test vor allem Zucker. „Ohne jegliche Süße waren nur zwei der 26 untersuchten Produkte“, informiert die Verbraucherzentrale. Da die NEM kinderfreundlich gestaltet sind, kann es passieren, dass die Präparate mit Süßigkeiten verwechselt und dementsprechend häufig verzehrt werden. Das Verständnis von gesunder Ernährung könnte verfälscht werden. Der hohe Zuckergehalt wirkt sich zudem schlecht auf das Gewicht aus. Die Verbraucherzentrale rät zu ausreichend Bewegun an der frischen Luft kombiniert mit einer abwechslungsreichen Ernährung. Diese Kombination würde die Entwicklung des Kindes optimal fördern.

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