Erkältung, wunder Po, Zahnungsschmerz

Hausapotheke: Alles fürs Baby

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Berlin -

Eltern mit Neugeborenen starten in eine aufregende Zeit. Da das Immunsystem noch nicht ausgereift ist, kommt es in der ersten Zeit häufiger zu Infekten. Oftmals werden die kleinen Patient:innen ausgerechnet am Abend oder Wochenende krank, so dass die Eltern nicht in der Arztpraxis vorstellig werden können. Eine Hausapotheke mit den wichtigsten Arzneimitteln kann Abhilfe schaffen. Was sollte diese enthalten?

Vor allem bei kleineren Beschwerden wie leichtem Schnupfen oder Zahnungsschmerzen können Medikamente aus der Hausapotheke angewendet werden. Denn oft treten erste Symptome auf, wenn Apotheken oder Kinderärzt:innen bereits geschlossen haben. Infekte wie Schnupfen oder Husten sind normalerweise harmlos und wichtig für die kindlichen Abwehrkräfte. Manche Erkrankungen sollten jedoch besser ärztlich abgeklärt werden.

Wann zum Arzt?

  • Bei Neugeborenen ist immer eine ärztliche Untersuchung angeraten, wenn hohes Fieber auftritt oder die erhöhte Temperatur über 24 Stunden anhält.
  • Wenn das Baby Durchfall hat, oder Nahrung und Flüssigkeit verweigert, sollte dies abgeklärt werden.
  • Bei Schnupfen, Husten und verstopfter Nase sollte ein Kinderarzt aufgesucht werden, wenn die Atmung des Kindes beeinträchtigt ist.
  • Wenn das Kind so stark husten muss, dass es sich erbrechen muss.
  • Wenn das Kind einen schlechten Allgemeinzustand zeigt und teilnahmslos ist.
  • Bei ungewohntem Ausschlag oder Hautveränderungen.

Mittel, die sich bei Säuglingen und Kleinkindern bewährt haben und in einer Hausapotheke vorhanden sein sollten:

Zahnungsbeschwerden

Ist das Baby quengelig, schreit oder weint viel, können Zahnungsbeschwerden dahinterstecken. Häufig ist das Zahnfleisch an der Durchbruchstelle gerötet und geschwollen. Typische Symptome sind auch gerötete Wangen und starker Speichelfluss. Was hilft?

  • Zahnungsgel mit Kamilleextrakt und/ oder Lidocain
  • Globuli mit homöopathischen Inhaltsstoffen wie Calcium carbonicum, Chamomilla oder Belladonna
  • Fieber- und Zahnungszäpfchen
  • Zahnöl
  • bei entsprechendem Alter Beißringe, Veilchenwurzel

Kolikartige Beschwerden

Von Koliken bei Neugeborenen spricht man, wenn gesunde Babys mehr als drei Stunden pro Tag, mehr als drei Tage pro Woche und über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen weinen. Symptome sind oftmals ein aufgeblähtes Bäuchlein, abgehende Winde und krampfartiges Anziehen der Beinchen. Was hilft?

  • Carum Carvi Zäpfchen
  • Windsalbe, geeignete Öle zur Bäuchlein-Massage
  • Simeticon-Suspension bei Beschwerden durch Blähungen
  • Probiotika zur Einnahme vorbeugend oder zur Behandlung
  • Baby-Bäuchlein Tee (auf das Alter achten)
  • Kirschkernkissen

Erkältungsbeschwerden

In den ersten Lebenswochen kommt es bei Säuglingen relativ häufig zu Infekten – bis zu zehnmal im Jahr. Erste leichte Symptome wie Niesen, laufende Nase und leichten Husten können Eltern zunächst mit freiverkäuflichen Mitteln selbst behandeln. Was hilft?

  • Eucalyptusöl oder Fichtennadelöl für Babys (Vorsicht mit der Dosierung, nicht direkt auf die Haut)
  • Zäpfchen mit homöopathischen Inhaltsstoffen (Atropa belladonna, Chamomilla recutita etc)
  • Nasensauger
  • Nasentropfen für Babys, Kochsalzlösung oder mit abschwellendem Wirkstoff
  • Fieberthermometer zur Temperaturkontrolle (mit flexibler Spitze)
  • Paracetamol-/Ibuprofenzäpfchen (Dosierung nach ärztlicher Rücksprache)
  • Kochsalzampullen zur Behandlung von verstopfter Nase
  • schleimlösender Hustensaft (auf das Alter bei Dosierung achten)

Wundpflege

Um auf kleine Verletzungen oder einen wunden Babypo reagieren zu können, sollten Eltern in der Hausapotheke folgendes haben:

  • Wunddesinfektionsspray um kleine Wunden/ den Nabel zu desinfizieren
  • Windelcreme bei Irritationen der Haut im Windelbereich
  • Wund- und Heilsalbe
  • Verbandmaterial zur ersten Hilfe

Achtung: Wird ein wunder Po beziehungsweise Windelsoor nicht sofort behandelt, besteht die Gefahr, dass sich die Hauterkrankung großflächig ausbreitet. Das Baby hat zudem starken Juckreiz, Brennen oder Schmerzen auf der Haut, vor allem dann, wenn es die Windel einnässt. Deswegen sollte zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden, um weitere Behandlungsmöglichkeiten abzuklären.

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