Zuzahlungen

Befreiung aus 2017 ungültig APOTHEKE ADHOC, 11.01.2018 12:19 Uhr

Berlin - Im Januar müssen PTA und Apotheker im Handverkauf besonders aufmerksam sein, denn das Ausstellungsdatum ist nicht nur ausschlaggebend für die Rezeptgültigkeit, sondern auch für die Zuzahlungsbefreiung.

Verordnungen aus dem Dezember können grundsätzlich noch eingelöst werden – ausgenommen BtM- und T-Rezepte sowie Verordnungen über orale Isotretinoin-haltige Arzneimittel. Diese sind nur sieben beziehungsweise acht Tage inklusive Ausstellungsdatum gültig. Alle anderen auf Muster-16-Formular verordneten Arzneimittel dürfen noch beliefert werden – sofern der Erstattungszeitraum nicht überschritten ist.

Abgelaufen ist jedoch die Gültigkeit der Zuzahlungsbefreiung. Denn diese wird für ein Kalenderjahr ausgestellt und erlischt zum Jahreswechsel. Das gilt ebenso für die Heilmittelverordnung. Therapien, die im neuen Jahr weitergeführt werden, können dem Versicherten anteilig in Rechnung gestellt werden. Somit ist der Tag der Rezepteinlösung entscheidend. Wer es versäumt hat, das befreite Rezept im alten Jahr einzulösen, hat somit 2018 das Nachsehen. Dabei ist es unerheblich ob „befreit“ angekreuzt ist oder nicht. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Kunde bereits für das laufende Jahr eine neue Zuzahlungsbefreiung beantragt hat und diese genehmigt wurde.

Übersieht die Apotheke den abgelaufenen Status und beliefert die Verordnung ohne die gesetzliche Zuzahlung zu kassieren, droht die Retaxation der Gebühr.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte