Als PTA im mobilen Impfteam: So lief meine Schulung

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Berlin - Auch in Berlin sollen die Impfteams am 27. Dezember ausrücken. Zentraler Sammelpunkt wird der Terminal C des stillgelegten Flughafens Tegel sein. In der Früh um acht werden die Teams gebildet. Die Zusammensetzung sieht vor, dass jeweils eine PTA dabei ist. Diese arbeitet dann erstmals unter Aufsicht eines Arztes oder quasi alleine. So lief die Schulung.

Die ersten Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff in Berlin beginnen am frühen Sonntagvormittag. Arbeitsbeginn für die mobilen Impfteams – zu denen auch ich gehören werde – ist um 8 Uhr. Zeit sollen wir mitbringen, denn wer am Tag nach Weihnachten tatsächlich mit wem zusammenarbeitet, ist noch nicht geklärt. Die Apotheker vor Ort, die die Schulung organisiert haben, sprechen immer wieder von einem Mammutprojekt.

Die Schulung ist als Präsenzveranstaltung durchgeführt worden. Im Raum sind die Fenster geöffnet und in der Ecke steht ein großer Raumluftreiniger. Auf den Plätzen rund 15 PTA, zwei davon mit Sterilerfahrung, zwei Krankenschwestern und ein Arzt. In anderthalb Stunden erklären die beiden Pharmazeuten die Aufbereitung des mRNA-Impfstoffes Schritt für Schritt.

Comirnaty heißt er übrigens – der Impfstoff, den ich in wenigen Tagen als eine der ersten in den Händen halten werde. Der Name klingt nach Community, die Bedeutung würde passen. Die Herstellung umfasst das initiale Schwenken, die optische Kontrolle auf Partikel, das Verdünnen und das Auseinzeln. Das Auftauen übernehmen andere „Positionen“ vor Schichtbeginn. Auch der Dokumentationsaufwand wird sich laut Aussagen der Apotheker für die Arbeit in den mobilen Teams in Grenzen halten.

Da werde ich also am 27. Dezember in einem abgetrennten Raum im Pflegeheim sitzen und ausgestattet mit Vials und Verbrauchsmaterialien den Impfstoff aufbereiten. Um eine möglichst keimfreie Umgebung zu schaffen, werden die PTA angehalten, niemanden in den Raum, in dem hergestellt wird, eintreten zu lassen. So weit, so gut. Für jedes Vial sind passende Boxen mit sterilen Unterlagen, Spritzen und Kanülen, Tupfern und persönlicher Schutzausrüstung gepackt.

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