Pharmaziestudium

Brandenburg will keine Apotheker ausbilden Lothar Klein, 05.12.2016 15:08 Uhr

Berlin - Die Landesregierung von Brandenburg will bis auf Weiteres keine Apotheker ausbilden und dafür keinen Pharmaziestudiengang schaffen. Zwar hatte die Wirtschaftsfördergesellschaft (ZAB) des Landes vor Nachwuchssorgen gewarnt. Angesichts der aktuellen Lage der Apotheken sieht die Landesregierung jedoch keinen Anlass, ihre Universitätsplanungen zu überdenken.

In einer Antwort auf eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Raik Nowaka und Michael Schierak (beide CDU) entgegnet das Landesgesundheitsministerium, dass die derzeitige Hochschulentwicklungsplanung bis zum Jahr 2025 keine Einrichtung eines Pharmazeutischen Studiengangs vorsehe. Eine Änderung sei nicht beabsichtigt. „Nach Kenntnis der Landesregierung sind die Absolventenzahlen der 22 Pharmazeutischen Institute, ebenso wie die Zahl der Pharmaziestudierenden in den letzten Jahren steigend. Die Anzahl der approbierten Apotheker/innen ist seit Jahren konstant mit leicht steigender Tendenz.“

Die ZAB hatte in einer Analyse des Arbeitskräftebedarf ermittelt, dass ein Bedarf an Apothekern im Land bestehe, der nicht durch Universitäten außerhalb Brandenburgs abgedeckt werden könne und hatte nach Ansicht der Fragesteller die Einrichtung eines eigenen Pharmaziestudienganges empfohlen. Dem widerspricht die Landesregierung. Es sei nämlich zu berücksichtigen, dass gerade das Apothekenwesen umfassend EU- und bundesrechtlich reguliert sei. „Damit sind zukünftige Rahmenbedingungen nicht immer vorhersehbar“, so das Gesundheitsministerium. Die Analyse der ZAB vertrete nicht die Auffassung, dass im Land Brandenburg Bedarf an einem pharmazeutischen Institut besteht.

Die 573 öffentlichen Apotheken in Brandenburg sicherten am Tag und auch im nächtlichen Notdienst sowie an Sonn- und Feiertagen eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Die Zahl der Apotheken in Brandenburg habe in den zurückliegenden drei Jahren im Jahresmittel konstant bei 576 Apotheken gelegen. „Negative Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung sind nicht zu erkennen“, so das Gesundheitsministerium. Die konstante Apothekenzahl trage zur wirtschaftlichen Stabilität der Einzelbetriebe bei.

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