Wettbewerb für Kinderarzneimittel

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Berlin - Die Initiative Arzneimittel für Kinder (IKAM) hat einen Förderpreis für die Entwicklung von Arzneimitteln für Kinder ausgelobt. Mit 3000 Euro werden Ansätze gewürdigt, die die Versorgung von Kindern mit altersgerechten Arzneimitteln verbessern, Wege zur Problemlösung aufzeigen oder die Forschung anregen.

Bewerben können sich bei „Better Medicines for Children“ sowohl Institutionen und Firmen wie auch Privatpersonen. Bis zum 30. September müssen Projektskizzen oder eine Arbeitsbeschreibung per E-Mail an info(@)arzneimittel4kids.de geschickt werden.

Erforderlich ist eine Projektskizze oder eine Beschreibung der Arbeit einer Firma. Ärzte, Apotheker und Wissenschaftler sollten zusätzlich einen Lebenslauf und eine Teilnahmebegründung einreichen. Die Einsendungen werden von einem unabhängigen Expertenbeirat bewertet.

Die IKAM wurde 2003 vom Generikakonzern Hexal gestartet und 2011 vom Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) übernommen. Der Verband kämpft – wie auch der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI)auf politischer Ebene für Kinderarzneimittel. Zwar gibt es im Zulassungsverfahren und beim Patentschutz zusätzliche Vorteile. Doch hierzulande entscheidet sich erst bei der Nutzenbewertung, welchen Preis die Firmen gegenüber den Krankenkassen aufrufen dürfen. Wie bei Arzneimitteln zur Behandlung seltener Krankheiten (Orphan drugs) sollte davon ausgegangen werden, dass es für die Behandlung bei Kindern und Jugendlichen keine therapeutisch gleichwertige Alternative gibt, und automatisch ein Zusatznutzen unterstellt werden.

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