Am Samstag war Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in Baden-Württemberg unterwegs und nutzte die Gelegenheit, um sich mit der Apothekerschaft auszutauschen. Dabei wiederholte Warken erneut ihr Versprechen, dass die Fixumserhöhung im Frühjahr per Verordung kommen werde.
Der Termin sei zustande gekommen, weil die Ministerin ein Zeitfenster von einer Stunde frei gehabt habe, berichtet Jan Reuter, Vorsitzender der Region Odenwald-Taubertal des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg (LAV). Das Treffen fand in den Räumlichkeiten eines Pflegedienstes in Buchen statt. Begleitet wurde Warken von Minister Peter Hauk (CDU) und dem Bürgermeister von Buchen Roland Burger. Neben Reuter nahmen zudem weitere Inhaber aus der Region sowie Martin Braun, Präsident der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg, an dem Gespräch teil.
„Natürlich haben wir auch über die Fixumserhöhung gesprochen“, erzählt Reuter. Warken habe wiederholt, was sie bereits in der vergangenen Woche im Bundestag versprochen hatte: Die Erhöhung des Fixums solle im Frühjahr per Verordnung kommen. Ein tragfähiges Honorar sei auch deshalb notwendig, um mehr „Beinfreiheit“ für die geplanten Kompetenzerweiterungen in den Bereichen Prävention und pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) zu schaffen.
Thematisiert wurde zudem die anhaltende Schließungswelle sowie deren Auswirkungen auf Apotheken und Arztpraxen im ländlichen Raum. Warken habe sich beeindruckt gezeigt, wie die Apothekerschaft mit den Schließungen umgehe und wie der Botendienst sowie die pDL vor Ort ausgebaut würden.
Weitere Schwerpunkte seien Medikationsanalysen, Point-of-Care-Tests und Prävention in der Apotheke gewesen. Warken will laut Reuter mehr „Miteinander statt Gegeneinander“ in der Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen. Im Hinblick auf die pDL sei es aus Sicht des Apothekers mit Blick auf die Reform wichtig, dass diese tatsächlich verordnet würden; es dürfe nicht bei nur wenigen Prozent an Verschreibungen bleiben. Außerdem sei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Thema gewesen.
Über die seitens der Apothekerschaft scharf kritisierte PTA-Vertretung wurde laut Reuter allerdings nicht gesprochen.
Reuter zeigt sich nach dem Termin zufrieden; auch die anwesenden Apotheker seien positiv gestimmt gewesen und hätten sich bedankt. „Sie hat mit jedem Apotheker im Einzelnen gesprochen“, hob Reuter lobend hervor. Warken sei sogar noch etwas länger geblieben, um den Austausch mit allen Anwesenden zu beenden. Auch die Ministerin habe eine positive Rückmeldung gegeben: Der Termin habe ihr Spaß gemacht.
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