Apotheker als EU-Pharmalobbyist

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AESGP fand neue, etwa 500 Meter von der EU-Kommission gelegene Büros. „Nur ein großer Park trennt uns von den wichtigen Entscheidungsträgern, eine bessere Lage hätten wir nicht finden können. Wir sind im Zentrum des Geschehens.“

Der Verband repräsentiert die Hersteller von Selbstmedikationsmitteln auf europäischer Ebene. „Dieser Bereich macht 50 Prozent des Arzneimittelmarktes aus“, erläutert der Hauptgeschäftsführer. Nicht-verschreibungspflichtige Medikamente zählen dazu ebenso wie Nahrungsergänzungsmittel. In den letzten fünf Jahren hätten auch substanzbasierte Medizinprodukte an Bedeutung gewonnen, so Cranz. „Das sind Produkte, die keine pharmakologische und chemische, sondern eine physikalische Wirkung haben.“ Dazu zählten etwa Salzwassertropfen, Hämorrhidensalben oder selbst befeuchtende Augentropfen.

Für die Arbeit an den Schaltstellen der europäischen Macht kam ihm sein Studium sehr zugute. „Für Politiker ist Sachverstand wichtig. Ich verstehe, was in den Produkten steckt. Es fällt mir leicht, jedem zu jeder Zeit gut zu erklären, was wir als Verband repräsentieren.“ Wer nicht aus dem naturwissenschaftlichen Bereich komme, tue sich da wesentlich schwerer.

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