Kassenpatienten zahlen 153 Euro in der Apotheke

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Berlin - Kassenpatienten zahlen pro Jahr neben ihren Beiträgen 448 Euro als Zuzahlung aus der eigenen Tasche für medizinische Leistungen. Im Jahr 2012 waren es noch 344 Euro. Die Zuzahlungen sind also in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – um 30 Prozent binnen fünf Jahren. Am häufigsten müssen die Patienten danach in der Apotheke für Arzneimittel zuzahlen. Dies sind Ergebnisse einer Studie der privaten Krankenversicherung Continentale.

Am häufigsten wird eine Zuzahlung fällig in der Apotheke: Drei von vier gesetzlich Versicherten zahlen hier aus eigener Tasche, und zwar im Durchschnitt 153 Euro pro Jahr. Bei Zahnärzten zahlen 59 Prozent der Versicherten selbst etwas dazu, dafür aber deutlich mehr, nämlich 390 Euro.

Wer beim Heilpraktiker etwas selbst gezahlt hat, hat dort in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt 290 Euro ausgegeben. Für Physiotherapie waren es 144 Euro, im Krankenhaus 139 Euro und beim Haus- oder Facharzt 126 Euro. Von Selbst- und Zuzahlungen betroffen sind insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren. Sie gaben an, durchschnittlich 577 Euro aus eigener Tasche zu leisten.

Dies hat Folgen: Rund ein Drittel der GKV-Patienten hat im vergangenen Jahr Behandlungen aus Kostengründen unterlassen oder verschoben. Insgesamt haben 90 Prozent der GKV-Versicherten im vergangenen Jahr für medizinische Leistungen selbst bezahlt oder zugezahlt. Im Schnitt zahlen die GKV-Versicherten in drei von acht abgefragten Bereichen. Diese waren Apotheke, Zahnarzt, Brillen und Sehhilfen, Physiotherapie und Massagen, Haus- oder Facharzt, Krankenhaus, Kieferorthopädie sowie Heilpraktiker und Naturheilkunde.

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