Asylpolitik

Bönig stoppt eGK für Flüchtlinge Julia Pradel, 23.11.2015 17:05 Uhr

Berlin - Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland reißt nicht ab: Allein im November sind schon 180.000 Menschen nach Deutschland gekommen, ein neuer Rekord. Um die gesundheitliche Versorgung der Flüchtlinge besser zu organisieren, sollen sie in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein künftig eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) erhalten. Doch Ordermed-Gründer Markus Bönig hat das Verfahren gestoppt. Er setzt auf seine eigene Refugee-Card.

Vorreiter in Sachen eGK für Flüchtlinge ist die AOK Bremen: Asylbewerber in Bremen und Hamburg können können die Karte beantragen. Sie brauchen keine Behandlungsscheine von der Behörde mehr, sondern können direkt zum Arzt gehen. Die Entscheidung über die notwendigen Leistungen treffen die Mediziner. Die Karten selbst enthalten auf dem Chip einen Hinweis, damit die Ärzte wissen, was sie bei der Verordnung berücksichtigen müssen.

Die Abrechnung erfolgt wie bei Kassenpatienten über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) beziehungsweise in den Apotheken über die Rechenzentren. Kostenträger ist zunächst die AOK Bremen. Die Kasse rechnet die erbrachten Leistungen anschließend mit den Behörden in Bremen und Hamburg ab. Für die Verwaltung berechnet die AOK Bremen zehn Euro pro Monat und Flüchtling. Außerdem zahlen die Behörden einmalig acht Euro für die Gesundheitskarte und fünf Euro als Beitrag zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK).

Bönigs Gesundheitskarte für Flüchtlinge soll noch einfacher funktionieren – und günstiger sein. Die Refugee Identification Card (RIC) soll den Asylbewerbern von der Kommune übergeben werden. Gleichzeitig wird online ein Vitabook-Flüchtlingskonto erstellt. Dieses Konto ist zentraler Bestandteil der Versorgung, denn dort werden Rechnungen und Behandlungsergebnisse hochgeladen. Dort wird außerdem die Kostenübernahmebescheinigung der Kommune hinterlegt.

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