GKV

Eine Milliarde: Mehr Geld für Ärzte

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Berlin -

Die Kassenärzte in Deutschland sollen im kommenden Jahr mehr Geld für die Versorgung der gesetzlich Versicherten bekommen. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) einigten sich auf Elemente für einen Anstieg der Honorare für 2019, wie beide Seiten bestätigten.

Unter anderem soll der Orientierungswert – der Preis, den die Kassen pro Leistung zahlen – um 1,6 Prozent steigen. Dies entspreche einem Honorarplus von 550 Millionen Euro, hieß es.

Der GKV-Spitzenverband sprach von einem guten Ergebnis. „Damit steigen die Arzthonorare merklich, ohne die Beitragszahler zu überfordern“, sagte ein GKV-Sprecher. Bestandteil seien auch weitere 70 Millionen Euro mehr für den Anstieg von Krankheitshäufigkeiten (Morbidität). Durch eine erwartete Zunahme von Einzelleistungen wie Vorsorgeuntersuchungen rechneten die Kassen daneben mit weiteren rund 400 Millionen Euro Honoraranstieg.

Wie das Ergebnis einmal mehr zeige, funktioniere die gemeinsame Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen, sagte der Sprecher. Zudem dürften die Arzthonorare angesichts von Plänen der Politik noch stärker steigen. Im vergangenen Jahr hatten die niedergelassenen Ärzte 38,3 Milliarden Euro Honorar von den gesetzlichen Kassen bekommen.

Bereits im vergangenen Jahr verhandelten Kassen und Ärzte über eine Honoraranpassung. KBV-Chef Andreas Gassen war nach der abschließenden Runde im vergangenen September nicht zufrieden. Ein Großteil der Zugeständnisse des GKV habe eher Empfehlungscharakter. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, erklärte, mit der Entscheidung, werde man sowohl den Honorarinteressen der niedergelassenen Ärzte als auch denen der Beitragszahler gerecht.

Die Zahl der Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten liegt laut KBV bei 110.000, die Zahl der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten bei rund 165.000. Nach Angaben des GKV-Spitzenverbandes aus 2017 steigt der sogenannte Orientierungswert (preisliche Steigerung) in diesem Jahr um insgesamt 410 Millionen Euro. Die an der Krankheitsentwicklung orientierte Gesamtvergütung nehme um 100 Millionen Euro.

Die Honorarentscheidung zog sich länger hin als geplant. Bereits 2016 hatten beide Seiten für 2017 eine Steigerung der Honorare um rund eine Milliarde Euro mehr verabredet.

 

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