Friedrich-Ebert-Stiftung

DocMorris und die Eh-da-Apotheker Lothar Klein, 14.11.2017 13:21 Uhr

Berlin - Mit einer Informationsveranstaltung zur medizinischen Versorgung auf dem Land hat die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) im Hochsauerland für erheblichen politischen Ärger gesorgt: Weil zur Podiumsdiskussion statt regionaler Pharmazeuten ausgerechnet DocMorris-Vorstand Max Müller eingeladen wurde, liefen Apothekerkammer und -verband Sturm. Gegenüber APOTHEKE ADHOC rechtfertigte jetzt die FES die Auswahl der Diskutanten.

„Wir haben die Kontroverse gewollt“, erklärkte Sohel Ahmed von der FES, der die Verantstaltung am Mittwochabend organisiert hat. Man habe die „Vielfalt“ der Positionen darstellen wollen. Mit Moderator und SPD-Bundestagsabgeordneten Dirk Wiese sei abgesprochen, dass die Diskussion nach kurzen Statements der Gäste für alle Anwesenden geöffnet werde: „Dann können alle miteinander ins Gespräch kommen.“

Man sei davon ausgegangen, „dass Apotheker aus der Region anwesend sein werden und ihre Position einbringen werden“, so Ahmed. Auch andere Vertreter von betroffenen Heilberufen hätten gerne als Diskutanten teilgenommen und hätten nicht berücksichtigt werden können. Mit fünf Teilnehmern sei die Zahl der Diskutanten begrenzt.

Neben Müller nimmt Frederik Ley von der DB Regio Bus aus NRW teil. Die Bahn-Tochter hat den mobilen Ärztebus entwickelt, der bereits in Hessen herumfährt. Auch ein Apothekenbus war dort einmal im Gespräch. Ferner ist ein Vertreter des Klinikums Arnsberg eingeladen, dazu Hans-Heiner Decker von den Kassenärzten sowie Brilons Bürgermeister Christof Bartsch (SPD).

APOTHEKE ADHOC Debatte

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