Tino Sorge (CDU), Heike Baehrens (SPD), Dr. Janosch Dahmen (Grüne) und Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) sind gesundheitspolitische Sprecher (im Uhrzeigersinn).Fotos: CDU, SPD/Photothek, Grüne, Andreas Domma
Berlin -
Im Bundestag haben die Fraktionen die Aufgaben verteilt. Für Gesundheitspolitik sind folgende Abgeordnete zuständig.
SPD: Heike Baehrens tritt als gesundheitspolitische Sprecherin die Nachfolge von Sabine Dittmar an, die als Parlamentarische Staatssekretärin in Bundesgesundheitsministerium (BMG) gewechselt ist. Die Diakonin aus Göppingen ist seit 2013 im Bundestag und war in beiden Legislaturperioden Mitglied im Gesundheitsausschuss. Allzu groß in Erscheinung getreten ist sie seitdem allerdings in Arzneimittel- und Apothekenthemen nicht. Baehrens ist seit 1988 in der SPD und war lange auf kommunaler Ebene aktiv.
CDU: Tino Sorge lieferte gleich an Tag 3 seinen Einstand als gesundheitspolitischer Oppositionsführer: Er attackierte den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) scharf für dessen Aussagen zum drohenden Impfstoffmangel. Von Hause aus Jurist, hatte Sorge in einer Wirtschaftskanzlei gearbeitet, bevor ihn Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haselhoff erst für die Fraktionsarbeit im Landtag und dann für das Ministerbüro beziehungsweise den Leitungsstab des Wirtschaftsministeriums gewann. Seit seiner Wahl 2013 in den Bundestag ist der Magdeburger Mitglied im Gesundheitsausschuss. In den letzten beiden Legislaturperioden war er Berichterstatter für die Themenbereiche Digitalisierung und Gesundheitsforschung beziehungsweise Gesundheitswirtschaft.
Grüne: Janosch Dahmen ist erst seit einem Jahr im Bundestag, er rückte im November vergangenen Jahres für Katja Dörner nach. Von Hause aus Mediziner, war der 40-Jährige als Ärztlicher Leiter bei der Berliner Feuerwehr für die Corona-Bekämpfung zuständig. Er war bereits Mitglied im Gesundheitsausschuss und hat sich seit der Bundestagswahl zu zahlreichen Themen öffentlich positioniert.
FDP: Christine Aschenberg-Dugnus war bereits von 2009 bis 2013 als Abgeordnet im Bundestag und ab 2011 pflegepolitische Sprecherin. Nach der Zwangspause der Liberalen kehrte die Juristin aus Schleswig-Holstein 2017 zurück ins Parlament. Zunächst Mitglied im Gesundheitsausschuss, war sie ab 2018 auch gesundheitspolitische Sprecherin.
AfD: Martin Sichert war schon be den Jungen Liberalen und bei der SPD, 2017 zog er für die AfD in den Bundestag ein. Der Kaufmann aus Nürnberg war in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied im Arbeits- und Sozialausschuss, jetzt spricht er für Gesundheit.
Linke: Die Linke hat noch nicht verraten, wer gesundheitspolitische Sprecherin wird. In den Ausschuss entsendet die Fraktion Ates Gürpinar und Kathrin Vogler.
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