Schonungslose Abrechnung

Chaotische Vorgaben: Präqualifizierungsstelle gibt auf

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Berlin -

Die Präqualifizierungsstelle Hawe Systems stellt zum Ende des Jahres ihre Dienste ein. Die aktuelle Gesetzeslage mache eine betriebswirtschaftliche Planung unmöglich, so Geschäftsführer Thomas Bade.

Hawe Systems hatte im August bekannt gegeben, zum Ende des Jahres den Betrieb einzustellen und nicht mehr als akkreditierte Präqualifizierungsstelle an der Hilfsmittelversorgung teilzunehmen. Bade rechnet schonungslos mit dem System ab: Nach einer umfassenden Analyse der verschiedenen Richtlinien innerhalb Deutschlands und der EU sei er zu dem Schluss gekommen, dass die Anforderungen zu stark voneinander abwichen, als dass von Bürokratieabbau und besserer Rechtssetzung die Rede sein könne. „Das seit 2019 etablierte Präqualifizierungsverfahren ist sehr weit von einer kompetenten, professionellen und effizienten Dienstleistung entfernt“, so seine Einschätzung.

Kein einheitliches System

Er führt dafür in seiner Analyse verschiedene Gründe an. Ein ernstes Problem sieht er unter anderem im aktuellen Konformitätsbewertungsverfahren. „Für Präqualifizierungsstellen und Leistungserbringer gibt es kein veröffentlichtes, einheitliches Konformitätsbewertungssystem. Eine Prüfung, Evaluierung und Bewertung erfolgt auf Grundlage von Empfehlungen, FAQs und Schulungsunterlagen“, erklärt er.

Er appelliert an den GKV-Spitzenverband, ein zertifiziertes Konformitätsbewertungsprogramm zu entwickeln, für Fitnessstudios, Spielhallen und Bestattungsunternehmen sei das bereits geschehen.

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