Abda: Zu wenige Menschen planen Grippe-Impfung

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Berlin - Fast jeder zweite Erwachsene, der zu einer Risikogruppe gehört (45 Prozent), will sich einer Umfrage zufolge nicht gegen Grippe impfen lassen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) heute in Berlin mit Verweis eine repräsentative Umfrage mit. „Dabei ist die Impfung sicher und gut verträglich”, sagte Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands. „Wer geimpft ist, schützt nicht nur sich, sondern auch andere vor Ansteckung.”

Die Grippeschutzimpfung wird laut Abda vor allem für Risikogruppen empfohlen. Dazu zählen Menschen, die älter als 60 Jahre sind, chronisch Kranke, Mitarbeiter von medizinischen Einrichtungen und jeder, der beruflich Kontakt zu vielen Personen hat. Insgesamt planen laut der Umfrage, für die im August rund 1000 Bundesbürger befragt wurden, 38 Prozent der Erwachsenen eine Grippeschutzimpfung.

Für die beginnende Impfsaison seien mit 26 Millionen Impfdosen deutlich mehr verfügbar als in den Vorjahren verbraucht wurden, hieß es von der Abda. Demnach wurden nach einer Analyse des Deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) im vergangenen Jahr rund 14 Millionen Impfdosen für gesetzlich versicherte Patienten verbraucht, im Jahr 2018 sogar nur 13,4 Millionen.

Wegen der Corona-Pandemie raten Experten in diesem Jahr besonders zur Grippeimpfung, um eine Überforderung des Gesundheitssystems zu vermeiden. In der ausgesprochen heftigen Saison 2017/18 starben nach RKI-Angaben in Deutschland etwa 25.000 Menschen an einer Influenza.

Im Rahmen von Modellprojekten dürfen bestimmte Apotheken in einigen Regionen Deutschlands nach medizinischer Schulung ab diesem Herbst selbst gegen Grippe impfen. So sollen auch die Menschen erreicht werden, die nicht zum Arzt gehen wollen oder können.

 

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