Plakate, Anzeigen, Spots

25 Millionen Euro: BMG startet Impfkampagne

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Berlin -

Mit der Informationskampagne „Deutschland krempelt die #Ärmelhoch“ wirbt das Bundesgesundheitsministerium (BMG) für die Corona-Schutzimpfung. Dazu gehören Videoclips, Plakate, Anzeigen und Radiospots. Für die Kampagne steht laut Branchendienst „Horizont“ ein Mediabudget von insgesamt 25 Millionen Euro zur Verfügung.

BMG, Robert-Koch-Institut (RKI) und Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben eine große Werbekampagne gestartet. Der zweistufige Auftritt wurde von der Agentur Scholz & Friends entwickelt, mit der das BMG seit Jahren zusammenarbeitet.

Erzählt wird die Geschichte des Coronavirus – vom ersten Auftreten in Wuhan über den ersten Lockdown bis hin zur Entwicklung der Impfstoffe. Zu sehen sind Bundeskanzlerin Angela Merkel und natürlich Gesundheitsminister Jens Spahn. Am Ende wird darauf verwiesen, dass jetzt ein wirksamer Impfstoff vorliegt und dass man sich impfen lassen soll. Ganz zum Schluss wird die Hotline 116 117 eingeblendet, an die sich Interessenten wenden sollen.

Kritik kam prompt aus den eigenen Reihen: Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Karin Maag (CDU), monierte in der Augsburger Allgemeinen: „Es kann nicht sein, dass man eine Impfkampagne startet und dann keine Termine bekommen kann“, sagte die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete. Sie habe vergeblich versucht, für ihre 85-jährige Mutter einen Impftermin über den bundesweiten Patientenservice unter der Telefonnummer 116117 zu reservieren. Sie sei auf die gleichnamige Handy-App verwiesen worden. „Doch bei der App ist die Termin-Vergabe noch nicht freigeschaltet.“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) war gesetzlich verpflichtet worden, ein standardisiertes Modul zur telefonischen und digitalen Vereinbarung von Terminen in den Impfzentren zu vereinbaren und dieses den einzelnen Ländern zur Verfügung zu stellen. Zur Vereinfachung soll die bereits vorhandene Kassenärztliche Bereitschaftsnummer 116 117 zur Terminvereinbarung genutzt werden. Die Länder können externe Callcenter mit der Aufgabe der Terminkoordination über die einheitliche Telefonnummer beauftragen. Einige Bundesländer hatten bereits verkündet, dass zur Entlastung der Hotline, zusätzliche lokale Telefonnummern freigeschaltet werden sollen. Überdies ist auch eine Online-Terminvergabe möglich. In Berlin etwa erfolgt die Vergabe über Doctolib.

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