IQWiG: Eliquis sticht Warfarin und ASS

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Berlin - Der Gerinnungshemmer Eliquis (Apixaban, Bristol-Myers Squibb/Pfizer) hat bei bestimmten Patienten mit Vorhofflimmern einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber bisherigen Therapien: Bei Patienten über 65 Jahren, die auch mit einem Vitamin-K-Antagonisten (VKA) behandelt werden können, ist das Risiko für ein Versterben, einen Schlaganfall oder größere Blutungen geringer als bei einer Behandlung mit Warfarin. Bei Patienten, für die VKA nicht infrage kommen, treten Schlaganfälle und Embolien seltener auf als bei Acetylsalicylsäure (ASS).

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hatte im Rahmen der frühen Nutzenbewertung den Zusatznutzen von Apixaban überprüft. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte festgelegt, dass als zweckmäßige Vergleichstherapie VKA wie Warfarin oder Phenprocoumon dienen sollten. Bei Patienten, für die VKA nicht geeignet sind, sollte mit ASS verglichen werden.

Für beide Patientengruppen standen die Ergebnisse aus jeweils einer Zulassungsstudie zur Verfügung. Zwar handelt es sich hier um direkt vergleichende, randomisiert kontrollierte Studien. Weil aber beide Studien Fragen offen lassen, konnte das IQWiG nur Hinweise auf einen Zusatznutzen feststellen.

Beim Vergleich mit Warfarin – die Hersteller hatten keine Daten zu Phenprocoumon geliefert – fallen die Ergebnisse in Abhängigkeit vom Lebensalter unterschiedlich aus: Während sich bei den unter 65-Jährigen aus den Daten kein Zusatznutzen ableiten lässt, zeigt sich der neue Wirkstoff bei den älteren Patienten bei mehreren Endpunkten als überlegen.

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