Osteoporose-Antikörper-Therapie

US-Zulassung für Romosozumab APOTHEKE ADHOC, 10.04.2019 12:17 Uhr

Berlin - Denusomab ist der erste monoklonale Antikörper zur Osteoporosetherapie postmenopausaler Frauen. Prolia (Amgen) ist bereits seit 2010 in der EU zugelassen. Nach der Zulassung in Japan feiert Amgen einen weiteren Erfolg. In den USA hat das zweite biotechnologisch hergestellte Arzneimittel Evenity (Romosozumab) – eine gemeinsame Entwicklung von Amgen und UCB – die Zulassung erhalten. Der Arzneistoff kann die Knochenmineraldichte erhöhen.

Evenity ist zur Behandlung von Osteoporose bei Frauen in der Postmenopause mit einem hohen Frakturrisiko zugelassen. Geeignet ist das Arzneimittel für Frauen mit Knochenbrüchen in der Vorgeschichte oder mit mehreren Risikofaktoren für Knochenbrüche sowie für Patientinnen, die bereits auf andere Therapien nicht angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

Nicht geeignet ist Evenity für Frauen, die im Vorjahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten. Denn Romosozumab kann das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und kardiovaskulärem Tod erhöhen. Aus diesem Grund sollten die Patientinnen sorgfältig für eine Behandlung ausgewählt werden. Bereits 2017 wiesen Studienergebnisse auf mögliche Herz-Kreislauf-Probleme unter Romosozumab hin, wenn die Frauen im Anschluss mit Alendronat behandelt wurden. Daraufhin stellte die FDA die Zulassung zurück. Evenity bekommt ein Boxed-Warning, das auf die möglichen Herz-Kreislauf-Risiken hinweist.

Romosozumab hemmt die Aktivität von Sklerostin. Das Glykoprotein wird von den Osteozyten produziert und hemmt die osteoblastäre Knochenformation. Durch die Blockade kann eine osteoanabole Wirkung erreicht werden. Bei der Standardtherapie der Osteroporose kommen dagegen Biphosphonate wie Alendronsäure oder Ibandronsäure zum Einsatz, die die Funktion der Osteoklasten und somit den Knochenabbau hemmen.

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