Triplett-Therapie: Imnovid kommt als 14er | APOTHEKE ADHOC
Multiples Myelom

Triplett-Therapie: Imnovid kommt als 14er

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Berlin -

Nach der Zulassungserweiterung von Imnovid (Pomalidomid) als Triplett- Kombinationstherapie zur Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom, hat Celgene nun eine neue Packungsgröße auf den Markt gebracht, die speziell an das Dosierungsschema angepasst ist.

Pomalidomid ist in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason (PVd) indiziert für die Behandlung des multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten, die mindestens eine vorausgegangene Therapie – darunter Lenalidomid – erhalten haben. Die neue 14er-Packung entspricht dem Dosierungsschema eines dreiwöchentlichen Behandlungzyklus bei PVd in der zweiten Linie: Auf 14 Tage Behandlung mit Imnovid folgen sieben Tage Pause innerhalb eines 21-Tage-Zyklus. Mit der neuen Packungsgröße soll die Compliance weiter verbessert werden. Die bisherigen 21er-Imnovid-Packungen für den bisherigen Standard Imnovid plus Dexamethason (Vd) in der dritten Linie bleiben weiterhin bestehen: Hier beträgt das Dosierungsschema 21 Behandlungstage in einem 28 Tage Zyklus.

Die empfohlene Initialdosis von Imnovid ist 4 mg oral einmal täglich an den Tagen 1 bis 14 der sich wiederholenden 21-Tage-Zyklen. Bortezomib wird während der ersten acht Zyklen zweimal wöchentlich an den Tagen 1, 4, 8 und 11 der sich wiederholenden 21-Tage-Zyklen intravenös oder subkutan gegeben. Ab Zyklus 9 wird Bortezomib an den Tagen 1 und 8 verabreicht. Die beiden Wirkstoffe werden mit einmal täglich niedrig dosiertem Dexamethason alle 21 Tage bis zur Progression oder nicht tolerablen Toxizität kombiniert. Während der Behandlung sind Verlaufskontrollen in Form eines großen Blutbildes erforderlich. Diese erfolgen vor Behandlungsbeginn, sowie einmal wöchentlich während der ersten acht Behandlungswochen. Danach wird einmal monatlich ein Blutbild angefertigt.

Die Zulassung des Pomalidomid-basierten Tripletts PVd beruht auf den Daten der „Optimismm-Studie“. Es ist die erste prospektive Phase-III-Studie, die den Einsatz einer Pomalidomid-basierten Triplett- Kombination bei Patienten untersuchte, die zuvor alle mit Lenalidomid behandelt wurden und mit 70 Prozent mehrheitlich therapieresistent gegen Lenalidomid waren. Die multizentrische, internationale, offene, randomisierte Phase-III-Studie schloss 559 Patienten ein, davon 281 Patienten im PVd-Arm und 278 im Vd-Arm. Durchschnittlich wiesen die Patienten zwei Vorbehandlungen auf, während rund 40 Prozent nur eine vorausgegangene Therapie erhalten hatten.

Alle Patienten waren zuvor mit Lenalidomid behandelt worden, die Mehrheit der vorbehandelten Patienten war Lenalidomid-refraktär. Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten unter PVd ein signifikant längeres Progressionsfreies Überleben (PFS) aufwiesen als Patienten unter Behandlung mit Vd. Das entspricht einer Reduktion des Risikos für Krankheitsprogression oder Tod um 39 Prozent.

Die häufigsten schwerwiegenden Nebenwirkungen waren Neutropenie, Infektionen und Thrombozytopenie. Außerdem kann es unter der Therapie zu Pneumonie, Bronchitis, Infektionen der oberen Atemwege, Sepsis, Harnwegsinfektionen, Schlaflosigkeit, Depressionen, Schwindel, Neuropathien, Thrombosen, Muskelschwäche und gastrointestinalen Beschwerden kommen. Häufigste Ursache für einen Therapieabbruch war eine Krankheitsprogression. Der Anteil der Patienten, deren Therapie aufgrund unerwünschter Ereignisse abgebrochen wurde, betrug 11 Prozent im PVd- Arm und 18 Prozent im Vd-Arm. Das Sicherheitsprofil von PVd entsprach dem der jeweils etablierten Einzelsubstanzen des Triplett-Regimes.

Die Verschreibung von Imnovid erfolgt auf einem T-Rezept: Sie darf bei Frauen im gebärfähigen Alter den Bedarf für maximal vier Wochen abdecken. Mindestens alle vier Wochen muss eine Schwangerschaftstest mittels Test ausgeschlosse werden: Der Schwangerschaftstest muss am Tag der Verschreibung oder in den vorherigen drei Tagen durchgeführt werden. Bei nicht gebärfähigen Patientinnen und männlichen Patienten darf die Verschreibung den Bedarf für maximal zwölf Wochen abdecken. T-Rezepte dürfen zudem nur eine Pharmazentralnummer enthalten.

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