Krebsmittel

Tecentriq: Indikation eingeschränkt APOTHEKE ADHOC, 10.07.2018 12:33 Uhr

Berlin - Tecentriq nur bei hoher PD-L1-Expression: Atezolizumab darf zur Behandlung des Urothelkarzinoms nur noch eingeschränkt als Monotherapie eingesetzt werden. Darüber informiert Roche in einem Rote-Hand-Brief.

Produkt- und Packungsinformationen von Tecentriq werden in Abschnitt 5.1 wie folgt geändert: Das Arzneimittel ist als Monotherapie von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasierten Urothelkarzinom (UC) eingesetzt, wenn der Behandlung eine platinhaltige Chemotherapie vorangegangen ist oder die Patienten für eine Behandlung mit Cisplatin nicht in Frage kommen und „deren Tumore eine PD-L1-Expression ≥ 5 Prozent aufweisen“.

PD-L1 ist auf der Oberfläche von Krebszellen exprimiert und vermittelt eine Immunsuppression. Somit ist der Tumor vor der körpereigenen Abwehr geschützt. Atezolizumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zielgerichtet an das Protein „programmierter Zelltod-Ligand 1“ (PD-L1) bindet, das auf Tumorzellen und tumorinfiltrierenden Immunzellen exprimiert wird. PD-L1 interagiert mit zwei Proteinen auf der Oberfläche von T-Zellen – und hemmt die Immunzellen. Infolge der Blockade dieser Wechselwirkung durch den Arzneistoff werden die T-Zellen wahrscheinlich aktiviert und ihre Fähigkeit zur Erkennung und Bekämpfung von Tumorzellen wiederhergestellt. Die Immuntherapie gilt als zukunftsweisende Behandlungsmöglichkeit in der Onkologie.

Die Indikationseinschränkung ist auf vorläufige Daten einer laufenden klinischen Studie zurückzuführen. IMvigor130 ist eine laufende multizentrische, randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie. Im Ergebnis zeigte sich ein verringertes Überleben bei Monotherapie mit Atezolizumab im Vergleich zur platinbasierten Chemotherapie zur First-Line-Behandlung bei Patienten mit niedriger PD-L1-Expression.

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