Studie

Sanofi-Impfstoff: Höheres Risiko für Dengue bei Kindern APOTHEKE ADHOC, 19.06.2018 12:05 Uhr

Berlin - Kinder, die mit dem tetravalenten Lebendimpfstoff Dengvaxia (Sanofi) immunisiert wurden, aber zuvor nicht mit dem Virus infiziert waren, haben ein höheres Risiko für Krankenhausaufenthalte und schwerem Dengue. Das zeigt eine im Fachjournal „The New England Journal of Medicine“ veröffentlichte aktuelle Fall-Kohorten-Studie.

Vor rund zwei Jahren startete auf den Philippinen die weltweit erste großflächige Impfkampagne gegen das Dengue-Virus. Doch das Programm wurde später aufgrund eines erhöhten Risikos für eine schwerere Form der Krankheit gestoppt. In den folgenden Monaten wurden drei Todesfälle mit dem umstrittenen Impfstoff in Verbindung gebracht. Sanofi wurde vorgeworfen, hunderttausende Kinder bewusst in Gefahr gebracht zu haben. Insgesamt erhielten mehr als 800.000 philippinische Schulkinder die Vakzine.

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) davor gewarnt, dass der Einsatz von Dengvaxia bei nicht Vorerkrankten zu einer Verschlimmerung der Symptome führen kann. Kurz zuvor waren unter anderem in den renommierten Fachzeitschriften „Science“ und „Vaccine“ Studien erschienen, die auch darauf hingewiesen hatten. Eine Forschergruppe, darunter Sanofi-Wissenschaftler, hat nun Daten aus drei Wirksamkeitsstudien erneut analysiert. Sie entwickelten ein immunologisches Nachweisverfahren und verwendeten Proben aus dem 13. Monat, um den Serostatus für eine Post-hoc-Analyse Sicherheit und Wirksamkeit abzuleiten.

Für die Hauptanalysen wurden gemessene oder kalkulatorischen Titer aus einem 50-prozentigen Plaque-Reduktions-Neutralisierungstest (PRNT50) bestimmt. Das Konfidenzintervall bei allen Analysen lag bei 95 Prozent. Das Risiko einer Hospitalisierung für virologisch bestätigtes Dengue (VCD), schwerer VCD und symptomatischer VCD nach Dengue-Serostatus wurde mittels gewichteter Cox-Regression und gezielter Methoden abgeschätzt.

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