Empfehlung auch ohne Wirkungsnachweis

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Durch diese individuellen neuro-psychobiologischen Möglichkeiten, wie die Erwartungshaltung des Patienten oder die Qualität der Behandler-Patienten-Kommunikation, ließen sich Arzneimittelwirkungen maximieren, unerwünschte Wirkungen verringern und finanzielle Ressourcen des Gesundheitswesens effizient nutzen.

Apotheker sollen sich deshalb nicht nur als Berater, sondern als Heilsverstärker verstehen, findet Habs. Der Apotheker könne durch Interaktion und Auswahl gezielt Ängste abbauen, etwa indem er die individuellen Überzeugungen des Patienten miteinbeziehe. Dies entscheide darüber, wie eine Placebo-Antwort ausfalle, so Habs. Auf diese Weise ließe sich auch die Compliance erhöhen.

Habs fordert deshalb eine Verbesserung der Ausbildung von Apothekern und Ärzten in Bezug auf Placebo-Antworten. Diese bräuchten tiefergehende Kenntnisse der Placeboforschung und praktische Methoden der Heilverstärkung. Gleichzeitig müsste durch bestimmte Programme der Selbstverwaltung Zeit für „die neuen Apotheker-Patienten-Gespräche“ geschaffen werden. Auch die Politik müsse Rahmenbedingungen schaffen: „Wenn man die heutige Belastung durch die Auswirkungen der Rabattverträge sieht, würde hier ein Entbürokratisierung viel für den Patienten bringen“, so Habs.

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