Novartis: Positive Daten für Kesimpta

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Berlin - Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat mit einer Langzeitstudie zum Medikament Kesimpta (Ofatumumab) bei der Behandlung von wiederkehrender Multipler Sklerose vielversprechende Erfahrungen gemacht. Die Studiendaten wurden anlässlich eines EU-Kongresses zum Thema Multiple Sklerose (ECTRIMS) vorgestellt.

Erst im April hatte Novartis die EU-Zulassung für Kesimpta erhalten. Beim Wirkstoff Ofatumumab handelt es sich um eine sogenannte B-Zelltherapie. Der vollständig humane, monoklonale CD20-Antikörper wird einmal im Monat verabreicht. Das Besondere: Die Patienten können sich die Therapie mittels mit einem Autoinjektor-Pen selbst applizieren.

Positive Langzeiterfahrungen

Eine Studie der Phase-IIIb unter dem Namen „Alithios“ habe basierend auf Daten aus einer Zeitspanne von rund 3,5 Jahren ergeben, dass der durchschnittliche Immunoglobulin-G-Level (IgG) der Patienten bei der Behandlung mit Kesimpta stabil geblieben sei, teilte das Unternehmen mit. Außerdem habe sich kein Zusammenhang ergeben zwischen reduziertem IgG und dem Risiko von schweren Infektionen. Der Immunglobulin-M-Level (IgM) der untersuchten Patienten sei zwar über die Zeit zurückgegangen, bei der Mehrheit der Untersuchten aber innerhalb des Referenz-Niveaus verblieben. Insgesamt habe es wenige Infektionen gegeben.

Die Studiendaten haben laut Novartis das Potenzial von Kesimpta als bevorzugte Behandlung für Erwachsene mit aktiver wiederkehrender Multiple Sklerose (RMS) unterstrichen. Darüber hinaus habe die Alithios-Studie ergeben, dass bei 94 Prozent der mit der B-Zellen-Therapie Kesimpta behandelten Covid-19-Patienten die Krankheit keinen schweren Verlauf genommen habe.

Multiple Sklerose (MS) ist nach Epilepsie die zweithäufigste neurologische Erkrankung junger Erwachsener. Oft wird das Leiden als „Krankheit mit tausend Gesichtern“ bezeichnet. Jede Lebensphase birgt für die Patienten neue Herausforderungen. Wichtig ist der frühzeitige Therapiebeginn. Allein in Deutschland leben eine Viertelmillion Menschen mit der aktuell noch unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose.

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