PC-Game gegen Mukoviszidose

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Berlin -

Die Erfindung des Vaters eines kleinen Mukoviszidose-Patienten sorgt für Aufsehen: Mit Hilfe eines speziellen Sticks sollen Kinder zukünftig spielerisch inhalieren können. Der „Jordi Stick“ ist mit dem PC verbunden; mit der Atmung wird das Geschehen in einem Computerspiel gesteuert. Das Gerät ist für Kinder ab drei Jahren geeignet und im medizinischen Fachhandel erhältlich.

Mukoviszidose ist bis heute nicht heilbar. Mit einer konsequenten Therapie kann der Krankheitsverlauf aber deutlich verlangsamt werden. Patienten müssen daher ihr Leben lang inhalieren – mehrmals täglich und mit der richtigen Technik. Insbesondere für erkrankte Kinder ist das eine große Belastung. Auch Eltern benötigen viel Geduld und Disziplin, um die Kindern zur dringend benötigten Therapie zu motivieren.

Der Jordi Stick soll nun Entlastung für alle Beteiligten bringen. Die Idee für die Kombination aus Therapie und Spiel kam Dieter Kirsch, Vater von Jordi, ein an Mukoviszidose erkrankter Junge. Der Sportlehrer suchte nach einer Möglichkeit, seinem Sohn die tägliche Inhalation leichter zu machen. Kirsch tüftelte zunächst allein an der Umsetzung seiner Idee. Nach der Erstellung eines ersten Prototyps und klinischen Tests stieg der bayerische Medizinproduktehersteller MPV ein. Nun ist die Zertifizierung erfolgt und das Produkt im Handel.

Kernstück des Jordi Sticks ist ein eingebauter Sensor, der den Luftstrom durch das Gerät kontinuierlich misst. Der Sensor kann zwischen Ein- und Ausatmung unterscheiden und damit eine Figur des Computerspiels steuern: Atmet das Kind ein, bewegt sich die Figur nach rechts, beim Ausatmen geht es in die andere Richtung. Möglich sind Ballonflug, Tiefseetauchen und Flug durch das Weltall.

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