Nicht dystrophe Myotonie

Hormosan bringt Namuscla APOTHEKE ADHOC, 31.01.2019 15:26 Uhr

Berlin - Lupin Neurosciences hat für Namuscla (Mexiletin) im Januar die EU-Zulassung erhalten. In Deutschland wird das Orphan Drug zur Behandlung der nicht-dystrophen Myotonie ab Februar von Hormosan vertrieben.

Das Arzneimittel ist zur Behandlung von erwachsenen an nicht-dystropher Myotonie erkrankter Patienten zugelassen. Die Erkrankung ist von einer langsamen Muskelentspannung nach erfolgter Kontraktion gekennzeichnet. Schmerzen und Muskelsteifheit können die Symptome sein, die zu Stürzen und Behinderungen führen können. Mit der Markteinführung von Namuscla wird das Ende der Off-Label-Behandlung eingeläutet, denn bislang gab es kein zugelassenes antimyotonisches Arzneimittel. Namuscla kann bei positivem Nutzen-Risiko-Profil nachweislich die Lebensqualität und die Behinderung der Betroffenen verbessern.

Das bekannte Antiarrhythmikum Mexiletin ist in der EU bereits seit den 70er Jahren zugelassen. Die Wirksamkeit ist auf eine Blockade von Natriumionenkanälen der Muskelzellen zurückzuführen. Natriumkanäle spielen bei der Muskelkontraktion und -relaxation eine entscheidende Rolle. Sind die Ionenkanäle blockiert, werden die Zahl der Kontraktionen und die Steifheit reduziert. Die nicht-dystrophe Myotonie ist von einer Störung der Ionenkanäle gekennzeichnet.

In Frankreich ist der Wirkstoff bereits seit 2010 für die Behandlung bestimmter Formen myotoner Störungen zugelassen. Den Status Orphan drug trägt Namuscla bereits seit November 2014. Namuslca kommt in Deutschland als Hartkapsel zu 167 mg in den Packungsgrößen 30 und 100 Stück auf den Markt. Vor Therapiebeginn müssen die Patienten einer ausführlichen und sorgfältigen kardialen Beurteilung unterzogen werden.

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