Neue Empfehlung

Fluad Tetra und Efluelda: Stiko beendet „Impfstoff-Monopol“

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Berlin -

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlung für die Grippeimpfung angepasst. Bislang sollten Personen älter als 60 Jahre mit dem Hochdosisimpfstoff Efluelda (Sanofi) immunisiert werden. Künftig kann alternativ auch ein MF-59-adjuvantierter Influenzaimpfstoff bei der Generation Ü60 verimpft werden.

Die Stiko hat ihre Grippeimpfempfehlung für die Saison 2025/26 angepasst. Alle Personen ab 60 Jahren können neben dem Influenza-Hochdosisimpfstoff auch den MF-59 adjuvantierten Influenzaimpfstoff erhalten. Die Stiko schätzt beide Impfstoffe als gleichwertig ein, um Influenzaerkrankungen und mögliche Komplikationen zu verhindern. Beide Vakzine zeigen in der Altersgruppe Ü60 eine verbesserte Wirksamkeit im Vergleich zu den Standard-Influenzaimpfstoffen. Mit der Veröffentlichung soll gewährleistet sein, dass der Bedarf bei Planung, Produktion und Beschaffung von Grippeimpfstoffen ab der Saison 2025/26 berücksichtigt werden kann.

2024/24 alles beim Alten

Für die aktuelle Grippesaison behält die bestehende Empfehlung ihre Gültigkeit. Die Stiko empfiehlt allen Personen ab 60 Jahren wie bisher eine Grippeimpfung mit dem Hochdosisimpfstoff. Außerdem sollen chronisch Kranke, Schwangere ab dem zweiten Trimenon, Bewohner:innen von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches Personal gegen Influenza geimpft werden.

Fluad Tetra derzeit einizge Alternative

Seqirus hat mit Fluad Tetra den derzeit einzigen hierzulande zugelassenen MF-59-adjuvantierten Influenzaimpfstoff im Handel. Das Adjuvans MF-59 soll die antigenspezifische Immunantwort verstärken und ausweiten sowie die Dauer der Immunantwort verlängern. Fluad Tetra hat im Dezember 2023 die Zulassung für Personen ab 50 Jahren erhalten. Durch das Adjuvans wird keine 4-fache Antigenmenge benötigt, sondern eine einfache Menge wie bei standarddosierten Impfstoffen ist ausreichend.

Aufgrund der Stiko-Empfehlung ist davon auszugehen, dass die Schutzimpfungs-Richtlinie, die die Erstattung der Impfstoffe durch gesetzliche Krankenkassen regelt, demnächst angepasst wird.

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