Arzneimittelsicherheit

Fiasp ist jetzt rot-gelb APOTHEKE ADHOC, 06.07.2018 16:42 Uhr

Berlin - Verwechslung in Zukunft ausgeschlossen: Das mahlzeitenbezogene Insulin Fiasp (Insulin aspart, Novo Nordisk) ist ab Juli in einem neuen Design auf dem Markt. So sollen Verwechselungen mit dem lang wirksamen Tresiba (Insulin degludec, Novo Nordisk) ausgeschlossen werden.

Bei Patienten, die gleichzeitig mit dem schnellwirksamen Mahlzeiteninsulin Fiasp und dem langwirksamen Tresiba behandelt werden, wurden Verwechslungen der beiden Arzneimittel dokumentiert. In einigen Fälle wurde anstelle von Fiasp versehentlich Tresiba injiziert und umgekehrt.

Die Verwechslung lässt sich auf eine ähnliche Farbgebung der beiden Arzneimittel zurückführen. Während Fiasp in gelben Patronen und Fertigpens auf dem Markt ist, ist Tresiba in hellgrüner Farbe im Handel. Schlechte Lichtverhältnisse können eine Verwechslung begünstigen. Infolge einer Hyper- beziehungsweise Hypoglykämie können schwerwiegende gesundheitliche Schäden auftreten.

Doch damit ist jetzt Schluss. Fiasp ist seit Juli in einer anderen Farbe erhältlich. Patronen und Fertigpen sind anhand der rot-gelben Farbgebung besser von Tresiba zu unterscheiden. Bis die Farbänderung jedoch komplett umgesetzt ist, sollen Patienten aufmerksam sein und vor jeder Injektion den Namen des Arzneimittels überprüfen. Wurde dennoch das falsche Insulin verabreicht, sollten die Patienten unverzüglich einen Arzt kontaktieren. Diabetiker sollten außerdem über den aktuellen Farbwechsel informiert werden.

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