Antikörpercocktail soll Angehörige schützen

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Berlin - Der Antikörpercocktail von Regeneron mit den beiden Wirkstoffen Casirivimab und Imdevimab hat die relevante Phase-III-Testung beendet: Demnach kann die Kombination das Risiko symptomatischer Infektionen bei Haushaltsangehörigen reduzieren und diese somit schützen.

Im Rahmen der Phase-III-Studie wurde die Wirkung auf nicht infizierte Personen ohne Antikörper oder Covid-19-Symptome untersucht, die im selben Haushalt lebten wie eine Person, die in den vergangenen vier Tagen positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde. Insgesamt nahmen rund 1500 Probanden an der Untersuchung teil. Sie erhielten entweder subkutan den Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab oder Placebo.

Entwickelt wurde der Antikörpercocktail gemeinsam von Regeneron und Roche. Die Studie wurde gemeinsam mit dem National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) durchgeführt. Aktuellen Studienergebnissen zufolge reduziert der Antikörpercocktail das Risiko eines symptomatischen Verlaufs bei Personen, die mit einem Infizierten in Kontakt standen: In der ersten Woche lag die Schutzwirkung bei 72 Prozent, in den folgenden Wochen sogar bei 93 Prozent. Personen, die Symptome entwickelten, zeigten eine kürzere Symptomdauer.

Ergänzung zu Impfstoffen

„Diese Daten legen nahe, dass Regen-CoV weit verbreitete Impfstrategien ergänzen kann, insbesondere für Personen mit hohem Infektionsrisiko. Bisher wurde gezeigt, dass Regen-CoV in vitro seine Wirksamkeit gegen neu auftretende besorgniserregende Covid-19-Varianten beibehält“, erklärte Myron Cohen, Leiter des Covid Prevention Network (CoVPN) und Direktor des Instituts für globale Gesundheit und Infektionskrankheiten an der Universität von North Carolina in Chapel Hill.

Trotz der üblichen Vorsichtsmaßnahmen zur Verringerung der Übertragung würden fast 10 Prozent der nicht geimpften Personen, die mit einer infizierten Person zusammenlebten, symptomatische Infektionen entwickeln, wenn sie den Antikörpercocktail nicht erhielten. Das Medikament könne somit dazu beitragen, Ausbrüche in Umgebungen mit hohem Risiko zu kontrollieren, in denen Einzelpersonen noch nicht geimpft wurden, einschließlich einzelner Haushalte und Gruppenunterkünfte. Auch für immunsupprimierte Menschen oder solche, die für die Impfungen aufgrund gesundheitlicher Risiken nicht infrage kommen, seien die Antikörper eine denkbare Alternative.

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