Zentropil: Hexal streicht Aut-idem-Generikum

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Berlin - Ersatzlos gestrichen – heißt es für das Antiepileptikum Zentropil von Hexal. Die Packungen zu 100 und 200 Tabletten werden nicht mehr hergestellt, auch Restbestände gibt es nicht mehr. Erschwerend kommt hinzu: Der Wirkstoff Phenytoin steht auf der Aut-idem-Liste.

Ab sofort liefert der Hersteller keine Ware mehr aus. „Aufgrund geänderter Produktionsgegebenheiten ist es uns nicht mehr möglich, das Präparat weiter zu produzieren“, teilt Hexal mit. Zentropil war in den Packungsgrößen 100 und 200 Tabletten im Handel.

Zuletzt wurde im Januar Ware an die Großhändler geliefert. Ein Nachfolgeprodukt ist nicht geplant. Dennoch befürchtet Hexal keinen Engpass in der Versorgung der Patienten: „Aktuell befinden sich neben Hexal noch weitere Anbieter Phenytoin-haltiger Tabletten auf den Markt.“

Phenytoin ist ein antiepileptischer Wirkstoff, der auf der Substitutionsausschlussliste steht, daher besteht ein generelles Austauschverbot. Patienten müssen nun auf ein anderes Arzneimittel umgestellt werden. In die Substitutionsausschlussliste werden vor allem Wirkstoffe mit enger therapeutischer Breite aufgenommen, bei denen schon eine geringfügige Dosisänderung oder eine Konzentrationsänderung des Wirkstoffes zu klinisch relevanten Wirkungsveränderungen führt.

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