Infektionskrankheit

48 Tote durch Norovirus dpa, 07.11.2007 15:02 Uhr

Berlin -

Die stärkste Norovirus-Welle der vergangenen Jahre hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 2007 bereits zu 48 Todesfällen in Deutschland geführt. Drei weitere Fälle seien noch zu klären, sagte RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher am Mittwoch in Berlin und bestätigte einen Bericht des „Westfalen-Blatts“. 46 Menschen, die an dem Brechdurchfall starben, waren Senioren zwischen 70 und 80 Jahren. Die Infektion führte wahrscheinlich zum Tod, weil die alten Menschen bereits vorher sehr geschwächt waren. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Norovirus-Erkrankung zu sterben, ist insgesamt jedoch sehr gering. Laut RKI liegt sie weiterhin bei weniger als einem Prozent.

Noroviren gehören zu den häufigsten Erregern der Magen-Darm-Grippe. Bis zur zweiten Oktoberwoche wurden dem RKI für dieses Jahr bereits 121 669 Norovirus-Fälle gemeldet. Das waren deutlich mehr als 2006, als im gleichen Zeitraum lediglich 46 892 Fälle gemeldet wurden.

Grund für die hohen Infektionszahlen in diesem Jahr sei die besonders heftige Norovirus-Welle des vergangenen Winters, die von Januar an besonders stark durchschlug, erläuterte Glasmacher. Ungewöhnlich seien solche Spitzen aber nicht. Für 2007 erwartet das RKI die höchsten Infektionszahlen seit dem Jahr 2000. Die Todesfallzahlen stehen in keinem Vergleich zu einer Grippewelle, die pro Jahr zu mehreren tausend Toten führen kann.

Die Frage, warum sich im Winter besonders viele Menschen mit Noroviren anstecken, ist noch nicht geklärt. Es gebe Vermutungen, dass der Erreger bei Kälte besser gedeihe oder aber die Immunabwehr des Menschen ohnehin geschwächter sei, sagte Glasmacher. Auch das engere Beisammensein von Menschen in geschlossenen Räumen könne eine Rolle spielen. Kleine Kinder und Senioren sind besonders anfällig. Norovirus-Infektionen treten zum Beispiel gehäuft in Kindergärten oder Senioreneinrichtungen auf.

Um sich nicht mit Noroviren anzustecken, ist vor allem Hygiene wichtig. Durch Händewaschen und die Säuberung von Toilettensitzen, Waschbecken oder Türklinken lässt sich die Infektionsgefahr mindern. Erbrochenes sollte nur mit Gummihandschuhen und Einwegtüchern beseitigt werden. In Pflegeeinrichtungen sollten Patienten ein Einzelzimmer mit eigener Toilette bekommen.

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