Apotheker und Kantinenkontrolleur

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Berlin -

231 Apotheker in Deutschland arbeiten bei der Bundeswehr. In einigen Dingen ähnelt ihr Alltag dem ihrer zivilen Kollegen – sie lagern und verteilen Arzneimittel, stellen Zytostatika her und müssen Lieferengpässe überbrücken. Allerdings machen sie das in großem Maßstab, in Containern in Afghanistan oder in Stollen. Die meisten sind auch Lebensmittelchemiker und für die Kontrollen der Rationen und Wasservorräte zuständig.

Die Wehrpharmazie ist Teil des Sanitätsdienstes und umfasst drei Bereiche: die wissenschaftliche und praktische Pharmazie, die Lebensmittelchemie und die Sanitätsmaterialwirtschaft. Das Leitprinzip des Sanitätsdienstes der Bundeswehr ist es, kranken und verletzten Mitarbeitern Hilfe nach den in Deutschland geltenden Standards zu bieten.

Soldaten erhalten eine unentgeltliche truppenärztliche Versorgung, dazu gehören etwa die ärztliche Behandlung und das Material, das über die Bundeswehr bezogen wird. Die Arzneimittel erhalten sie üblicherweise nicht in Apotheken, sondern direkt von den Ärzten in den Kliniken oder Kasernen, die wiederum von den Bundeswehr-Apotheken beliefert werden. Nur in dringenden Fällen erhalten sie ein Zivil-Rezept. Sobald Bundeswehrangehörige als Soldaten ausgeschieden sind, sind sie wie Beamte privat versichert und erhalten Beihilfe, genauso ihre Familienangehörigen.

Zur Bundeswehr gehören vier Krankenhäuser in Hamburg, Berlin, Koblenz und Ulm, in jeder gibt es eine Krankenhausapotheke. In den Kliniken werden nicht nur Angehörige der Bundeswehr, sondern auch zivile Patienten behandelt. Der Stationsbedarf kommt aus den jeweiligen Apotheken, sodass deren Leistung auch Zivilisten zugute kommt.


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