Apotheke in Stralsund

Einbrecher auf frischer Tat ertappt

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Berlin -

Am 1. Januar brach ein Mann gegen 20 Uhr gewaltsam in die Bahnhof-Apotheke in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern ein. Weit kam er jedoch nicht: „Am Bahnhof gegenüber der Apotheke sah jemand vom Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn den Vorfall und alarmierte die Polizei“, erzählt Inhaberin Gundula Mill. Der Tatverdächtige konnte daraufhin umgehend gestellt werden.

Entwendet wurde aus der Apotheke nichts, allerdings beschädigte der Einbrecher die Automatiktür. Zudem fanden sich Einbruchsspuren an den Kassenschubladen. Als Mill am 2. Januar zur Apotheke kam, war der Eingang durch ein Holzbrett abgesichert – versehen mit einem Hinweis und einer Nummer, an die sie sich wenden sollte. Sie nahm Kontakt mit der Polizei auf, die Beamten sicherten daraufhin die Spuren.

Beschuldigter war alkoholisiert

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Beschuldigten um einen 46-jährigen deutschen Staatsangehörigen aus Stralsund. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen habe sich herausgestellt, dass der Mann erheblich alkoholisiert war. Zudem besteht laut Polizeimeldung der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Außerdem habe der Mann bei der Festnahme Widerstand gegen die eingesetzten Polizeibeamten geleistet. Der Beschuldigte muss sich nun nicht nur wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahls, sondern auch wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten, heißt es in der Polizeimeldung.

Mögliche Verbindung zu anderen Einbrüchen

Möglicherweise war es nicht der erste versuchte Einbruch, den der Mann an diesem Abend begangen hat: Laut Polizeiangaben verdichteten sich Hinweise – unter anderem durch eine Augenzeugin –, dass der Beschuldigte bereits früher am selben Abend für einen versuchten Einbruch in ein Süßwarengeschäft am Apollonienmarkt in Stralsund verantwortlich sein könnte.

Der Mann sei der Polizei bereits mehrfach bekannt und einschlägig vorbestraft, unter anderem wegen Eigentumsdelikten. Aufgrund der Gesamtumstände stellte die Staatsanwaltschaft Stralsund einen Haftantrag, dem das zuständige Gericht stattgab. Der Beschuldigte befinde sich derzeit in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

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