Für BtM-Rezept

Neue Betrugsmasche: Versichertennachweis verlangt

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Berlin -

In Berlin sind Betrügerinnen und Betrüger mit gefälschten Patientenunterlagen unterwegs. Ein Apotheker warnt vor mit Künstlicher Intelligenz (KI) manipulierten Papieren. Ein Mann habe sich einen Versichertennachweis ausdrucken lassen wollen, der gefälscht war, sagt der Approbierte. Die Praxis im Haus habe bereits von mehreren Fällen berichtet.

Um an Arzneimittel ohne Rezept zu gelangen, gibt es verschiedene illegale Wege. In Berlin versuchen Kriminelle, die Arztpraxen mit gefälschten Unterlagen auszutricksen. „Ein Mann kam in die Apotheke und wollte einen Versichertennachweis ausgedruckt haben, weil die E-Mail oben in der Praxis nicht geöffnet werden konnte“, sagt der angestellte Pharmazeut. Er habe ein Betäubungsmittel haben wollen.

Bei der Prüfung des Dokuments sei ihm jedoch bereits aufgefallen, das etwas nicht stimmen konnte. Das Logo der AOK Nordost sei nicht richtig aufgedruckt und „ausgewaschen“ gewesen. Beim Anruf bei der Kasse habe sich bestätigt, dass es gefälscht gewesen ist. Das Dokument sei mit KI erstellt worden, sagt er.

Der Apotheker alarmierte die Polizei und der Mann sei dazu befragt sowie seine Daten aufgenommen worden. „Ich hoffe, er redet sich nicht raus.“ Eine Praxis habe der Apotheke mitgeteilt, dass eine Frau eine ganze Patientenakte mit KI erstellt habe, um an Arzneimittel zu kommen. Der Pharmazeut warnt Kolleginnen und Kollegen sowie die Praxisangestellten, aufmerksam zu sein. „Die Apotheke ist davon indirekt betroffen.“

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