Kliniken: Falsche Ärzte sind immer schwerer zu erkennen

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Berlin - Datenschutz und moderne Kopiertechniken erschweren Kliniken und Arztpraxen das Erkennen von Hochstaplern im
Arztberuf. „Es wird immer schwieriger nachzuvollziehen, was Sache ist“, erklärte Steffen Gramminger, Geschäftsführer bei der Hessischen Krankenhausgesellschaft.

So seien Farbkopien von Originalen oft kaum noch zu unterscheiden, verschärfte Datenschutzvorschriften erschwerten es, Auskunft über Mediziner zu bekommen. Personen, die fälschlicherweise vorgeben, Mediziner zu sein, schaffen es immer wieder, in Kliniken und Praxen eingestellt zu werden.

In Kassel wird ab Montag ein besonderer Fall vor dem Landgericht verhandelt. Der angeklagte Mann soll mit gefälschten Urkunden immer wieder als Arzt praktiziert haben – selbst als er schon wegen ähnlicher Vergehen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden war.

Zum Prozessauftakt erklärt er: „Ich bin trotzdem Arzt, ich schwöre bei Gott.“ Laut Anklage ist an dem Mann wenig echt: Zulassungen, Bescheinigungen über Promotionsverfahren, Zeugnisse, Sprachkursteilnahme, Unizertifikate – diese bei Kliniken und Praxen vorgelegten Dokumente sollen gefälscht gewesen sein. In Deutschland hätte der ausreisepflichtige Mann nicht mehr sein dürfen - doch er legte eine gefälschte Aufenthaltsbescheinigung vor.

Bis Ende Juli sind drei weitere Verhandlungstermine angesetzt. 29 Zeugen sollen gehört werden.

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