Infektionskrankheiten

Ebola: Fortschritt bei Impfstoff dpa, 31.01.2015 08:34 Uhr

Oxford - Ein weiterer Ebola-Impfstoff ist nach Forscherangaben gut verträglich und aktiviert das Immunsystem. Er wurde an 60 gesunden Freiwilligen getestet. Die Zahl der Antikörper gegen Ebola sei nach der Impfung deutlich gestiegen, schreiben die Forscher um Dr. Adrian Hill von der britischen Universität Oxford im „New England Journal of Medicine“ (NEJM). Ob das für eine erfolgreiche Abwehrreaktion des Körpers ausreiche, müssten weitere Tests in Afrika zeigen.

Bereits im November hatten US-Forscher einen sehr ähnlichen Impfstoff (cAd3-EBO) vorgestellt. Die Immunantworten beider Impfstoffe seien in etwa vergleichbar, sagte Professor Dr. Stephan Becker von der Universität Marburg, der an der britischen Studie beteiligt war.

Der US-Impfstoff war unter der Leitung der US-Gesundheitsbehörde NIH (National Institutes of Health) an 20 gesunden Teilnehmern getestet worden. In beiden Studien hatten je zwei Probanden Fieber entwickelt, das aber bald zurückging. An der Entwicklung der Impfstoffe war der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) beteiligt, der in der vergangenen Woche bereits damit begonnen hatte, erste Dosen nach Liberia zu schicken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat in Guinea, Liberia und Sierra Leone bislang 22.057 infizierte Menschen registriert, 8795 davon sind gestorben. Nach ihrer Einschätzung ist ein Ende der Epidemie in Sicht. Zum ersten Mal seit Juni 2014 seien in diesen drei am stärksten betroffenen Ländern innerhalb einer Woche weniger als 100 Menschen an Ebola erkrankt, teilte die WHO mit.

Diese gute Nachricht macht zugleich einen Test in Afrika schwierig. Nur noch punktuelle, lokale Ausbrüche der Krankheit seien zwar wunderbar, hatte Becker bereits vor kurzem gesagt. Dies bedeute aber für die Erprobung des Impfstoffes einen immensen logistischen Aufwand: „Wenn Sie gar nicht so genau wissen, wo der Ausbruch stattfindet, er heute hier und morgen da ist, dann ist das eine riesige Herausforderung“, so der Marburger Forscher. Anfang Februar sollen die Tests in Afrika beginnen.

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