Bundeswehr-Apotheker: Abschied von Afghanistan

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Berlin - Der Macherner Apotheker Hartmut Berge gehörte zu den ersten deutschen Soldat:innen, die vor 20 Jahren in Afghanistan eintrafen. Siebenmal war er seitdem am Hindukusch stationiert. Bei seinen mitunter gefährlichen Auslandseinsätzen sah er viel Leid – doch auch sein Kinderbuch „Finjas fantastische Reise“ entstand während dieser Zeit. Mit größter Sorge und Angst um die afghanischen Ortskräfte blickt er derzeit auf die erschütternden Ereignisse in Kabul und dem ganzen Land.

33 Jahre lang war Apotheker Hartmut Berge Berufssoldat bei der Bundeswehr und während dieser Zeit mehrmals an Auslandseinsätzen beteiligt. Der gebürtige Bochumer trat nach dem Abitur in die Bundeswehr ein und studierte dort Pharmazie und Lebensmittelchemie. 1991 erhielt er seine Approbation als Apotheker.

Die aktuelle Lage in Afghanistan bereitet ihm besonderen Kummer, denn er gehörte zu den ersten Soldat:innen, die vor zwanzig Jahren am Hindukusch eintrafen und in der Militärbasis Camp Warehouse stationiert waren. Das aktuelle Kriegsgebiet kennt er daher gut, vor allem die Städte Kabul und Masar-e Scharif, in denen er während seiner Einsätze viel unterwegs war. In der Regel dauerten seine Einsätze viereinhalb Monate.

Während der Zeit wurde er nicht nur als Kompaniechef, sondern auch als leitender Apotheker eingesetzt, erzählt Berge. Die Arbeitsbedingungen waren hart: „Das Klima in Afghanistan war zum Beispiel ganz anders als in Deutschland: Oftmals waren es 43 Grad im Schatten und 90 Grad im Flugzeug. Es war eine Herausforderung, die Lagerbedingungen von kühlkettenpflichtigen Arzneimitteln wie beispielsweise Bluthochdruckmedikamenten sicherzustellen.“ Hinzu kam das Miteinander auf engstem Raum – und natürlich die Risiken des Einsatzes selbst. „Zum Beispiel gab es in Kabul während meines ersten Kontingents keine Minensicherheit,“ berichtet der Ex-Soldat.

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