Therapieentscheidung

Vertrauen ist gut, Zweitmeinung ist besser

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Berlin -

Vor wichtigen Untersuchungen und Behandlungen suchen Patienten immer öfter den Rat eines zweiten Arztes. 72 Prozent der Menschen würden ihre ursprüngliche Behandlungsentscheidung ganz oder teilweise nach der eingeholten Zweitmeinung ändern. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Umfrage der Barmer GEK und der Bertelsmann Stiftung.

89 Prozent der fast 1600 Befragten halten es grundsätzlich für sinnvoll, vor wichtigen Therapiemaßnahmen eine Zweitmeinung einzuholen. Vor allem bei Operationen bei Krebserkrankungen, an der Wirbelsäule oder inneren Organen würden Patienten eine zweite Einschätzung suchen.

„Ein qualifiziertes Zweitmeinungsverfahren kann Patienten eine wertvolle Hilfe geben, um Chancen und Risiken planbarer Eingriffe besser einzuschätzen und nicht notwendige Operationen zu vermeiden“, erklärt Barmer-Chef Dr. Christoph Straub.

Laut den Umfrageergebnisse sind sich 53 Prozent der Befragten bei der Entscheidung für oder gegen eine Behandlung unsicher und holen deswegen eine Zweitmeinung ein. 43 Prozent hatten schlechte Erfahrungen mit früheren Behandlungen und 15 Prozent folgten dem Rat ihrer Freunde und Bekannten. Das Interesse und die Nachfrage in der Bevölkerung, sich vor wichtigen Entscheidungen über anstehende Eingriffe oder Behandlungen intensiver zu informieren, seien groß.

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