Apotheken-Neubau an der Ems

Apotheker expandiert: Zweiter Standort in Meppen

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Berlin -

Im niedersächsischen Meppen hat Apotheker Wolfgang Hackmann 1987 die Sophien-Apotheke in einem großen Ärztehaus eröffnet. Später folgte eine Filiale, etwa 60 Kilometer entfernt in Neuenkirchen. Nun expandiert der Inhaber erneut und baut unweit der Haupt-Apotheke einen weiteren Standort.

Inzwischen ist Hackmanns Sohn, Eike Christian Hackmann, mit in das Geschäft eingestiegen. Seit sieben Jahren ist der 34-jährige an Bord. Zunächst leitete er die Filiale in Neuenkirchen. Mittlerweile ist er aber mehr und mehr in Meppen anzutreffen. Hier entsteht aktuell eine weitere Sophien-Apotheke, unweit vom Hauptbetrieb, aber auf der anderen Seite der Ems.

Sofern alles reibungslos verläuft, soll schon im Oktober die Sophien-Apotheke am Stadtforst öffnen. Ein weiterer Standort mache Sinn, schließlich gebe es im besagten Stadtteil Esterfeld momentan nur eine Apotheke. Und das bei 12.000 Einwohnern im Bezirk.

Personalsuche mit gutem Anfang

Wenn alles durch ist, denken die beiden Apotheker an die Gründung einer offenen Handelsgesellschaft (OHG). Wolfgang Hackmann wünscht sich eine „geordnete Übergabe, nach und nach.“

Für den neuen Standort konnten schon einige Mitarbeiter:innen akquiriert werden, aber vollständig sei das Team noch nicht: Eike Christian Hackmann wird die Filialleitung übernehmen. Eine Pharmazie-Studentin, die einen Teil von ihrem praktischen Jahr in der Haupt-Apotheke verübt hat, steht aktuell kurz vor ihrem dritten Staatsexamen und wird anschließend in der Filiale in Meppen arbeiten. Eine PKA und eine PTA in Vollzeit seien ebenfalls gefunden. „Der Rest fehlt noch“, so Hackmann, „aber das ist ja schonmal ein guter Anfang.“

Zwischen Bachblüten und Spagyrik

Hackmanns Apotheke ist auf Naturheilkunde spezialisiert und habe sich in Meppen damit einen Namen gemacht. Seine Ehefrau ist PTA und Naturheilkundlerin. Sie wird ebenfalls am neuen Standort anzutreffen sein, um die entsprechende Thematik reinzubringen. Als Grundvoraussetzung sehe Hackmann dieses Knowhow nicht zwangsläufig bei neuen Mitarbeiter:innen: „Es wäre natürlich schön, aber es ist kein Muss. Wir transportieren das Wissen intern oder versorgen die Mitarbeiter:innen mit externen Fortbildungen, damit es alle können.“

Apothekerfamilie

Die Schwester von Eike Christian Hackmann steht ebenfalls vor ihrem dritten Staatsexamen und wird nach ihrer Approbation vermehrt in der Filiale in Neuenkirchen tätig sein. Auch seine Ehefrau ist Apothekerin. Sie arbeitet allerdings in der Apotheke ihrer eigenen Eltern, die selbstredend approbiert sind. Weitere Familienmitglieder, wie eine Schwägerin und zwei Schwager haben sich gleichermaßen für diesen Beruf entschieden. Ob Hackmanns zweijähriger Sohn ebenfalls in diese Branche einsteigt, bleibt abzuwarten – noch sagt er immer „ja“, so sein Großvater.

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