Krankenhaus-Hygiene

100.000 Infektionen vermeidbar

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Ärzte und Pfleger könnten durch besser desinfizierte Hände nach Experteneinschätzung rund 100.000 Infektionen in deutschen Krankenhäusern im Jahr vermeiden. Bei der Hälfte der Verbandswechsel oder der Arbeit an Kathetern würden die Hände nicht ausreichend mit Alkohol desinfiziert, sagte der Kölner Internist Professor Dr. Matthias Schrappe, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Patientensicherheit.

Rund 500.000 Patienten würden sich jährlich im Krankenhaus mit bestimmten Keimen infizieren. Ein Fünftel der Fälle sei durch Hand-Desinfektion vermeidbar. „Die Chefärzte müssen das als Vorbilder besonders ernst nehmen“, forderte Schrappe anlässlich des Starts einer Aufklärungskampagne „Aktion Saubere Hände“. Oft hätten es Kliniken mit Erregern zu tun, die spezielle Resistenzmechanismen entwickelt hätten.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sagte über die "Aktion saubere Hände", deren Schirmherrin sie ist: "Wir haben in Deutschland eine hervorragende Gesundheitsversorgung: Hochleistungsmedizin, exzellent ausgebildetes Personal, innovative Arzneimittel. Es darf einfach nicht passieren, dass eine erfolgreiche Behandlung vielleicht daran scheitert, dass eine Händedesinfektion unterlassen wurde."

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