Kooperation mit Vorteilspreis

WhatsApp: Gehe/AHD bietet Superchat

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Berlin -

Gehe/AHD steht seit dem Abschied von Gesund.de ohne Anbindung zu einer Plattform da. Nun will der Konzern will seinen Großhandelskunden und Kooperationspartnern (Alphega, Gesund leben) einen neuen Service bieten. Diese sollen die Messaging-Plattform Superchat integrieren, die wiederum Whatsapp nutzt. Das Konzept ist allerdings umstritten.

Wer das Superchat-Angebot über Gehe/AHD nutze, könne zukünftig vom exklusiven Vorteilspreis profitieren, meldet der Großhändler und bestärkt die Apotheken darin, Whatsapp als Kommunikationskanal zu nutzen, um „den Kommunikationsprozess in der Offizin moderner und effizienter zu gestalten sowie Marketing-Potenziale auszuschöpfen“. Immerhin nutzen mehr als 60 Millionen Deutsche den Dienst und diese Kooperation biete nun die Möglichkeit, Kernkompetenzen zu bündeln und sich mit einer smarten Lösung Unterstützung zu holen.

„Genau das ist unsere Zielsetzung in der Zusammenarbeit mit Superchat. Denn wenn sich Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung beispielsweise mit Newcomern zusammentun, entsteht großes Potenzial und es eröffnen sich neue Perspektiven und Möglichkeiten, die bisher ungenutzte Chancen für Apotheken und ihre Teams aufdecken können“, so Matthias Greutter, Country Manager Kooperation bei AHD.

Schon mehr als 1000 Apotheken dabei

Superchat biete dabei nicht nur die Einbindung von Whatsapp in eine zentrale benutzerfreundliche Plattform, sondern auch von anderen relevanten Kanälen wie Facebook, Instagram, Google Business, Telegram, Web-Chat, E-Mail und SMS.

„2022 wurden rund 170.000 Nachrichten für Apotheken mit Superchat verarbeitet. WhatsApp ist dabei für Apothekenkunden mit rund 106.000 Nachrichten der beliebteste Kanal mit noch weiter großem Potenzial“, so Yilmaz Köknar, CEO und Co-Founder von Superchat. Whatsapp sei dabei nicht nur bei jungen Menschen beliebt, sondern beispielsweise auch bei den 50- bis 69-Jährigen. Fast 80 Prozent der Älteren nutzten den Nachrichtendienst regelmäßig.

Dabei beruft sich Superchat auf seine DSGVO-Konformität, wodurch bereits mehr als 1000 Apotheken gewonnen werden konnten. Man freue sich sehr über die Zusammenarbeit mit AHD, „damit noch mehr Apotheken sowie deren Kunden in Deutschland vom beliebten Kommunikationskanal und den vielfältigen Möglichkeiten profitieren können“, so Köknar. Das sei neben der reinen Kommunikation mit den Kund:innen auch die Einbindung in den Recruiting- und Marketing-Prozess, zum Beispiel auch mit einem Whatsapp-Newsletter. Auch auf Instagram wird der Service schon aktiv in Richtung Apotheke beworben.

Die Kooperation mit Superchat sei „ein weiterer Schritt, um eine vernetzte Gesundheitswelt mit pragmatischen Lösungen weiter voranzutreiben“, so AHD. In den kommenden Monaten würden „weitere praktische und smarte Lösungen“ folgen.

Whatsapp bleibt schwieriges Thema

Da Whatsapp aber nach wie vor die Nutzung der Plattform für den Handel mit Arzneimitteln untersagt, bleibt der Kommunikationsweg für Apotheken eine noch nicht restlos geklärte Grauzone. Der Konzern hinter Whatsapp, Meta, stellt klar: „Apotheken und Drogerien können alle Whatsapp-Funktionen für Lebensmittel und Convenience-Artikel nutzen, aber nicht für Pharmazeutika.“ Für alle Rx- und OTC-Arzneimittel sowie Medizinprodukte ist die Plattform verboten: „Unternehmen dürfen den Verkauf von Pharmazeutika in Chats oder Produktfunktionen weder bewerben noch abwickeln.“ Medizinische Dienstleistungen, wie Tests und Impfungen, seien aber bereits freigegeben.

Apotheken dürfen via Whatsapp:

  • Kaufbestätigungen übermitteln, wie Quittungen für Nicht-Pharmazeutika
  • Funktionen für kommerzielle Produkte nutzen, um Lebensmittel, Convenience-Artikel, Hygieneartikel und andere, nicht regulierte Verkaufsartikel zu vertreiben
  • auf Kundenanfragen in Bezug auf Lebensmittel, Convenience-Artikel, Hygieneartikel und andere, nicht regulierte Verkaufsartikel antworten
  • Updates zur Lieferung von Nicht-Pharmazeutika bereitstellen
  • Betreuung von Kundschaft in Bezug auf Nicht-Pharmazeutika bereitstellen
  • Terminplanung und -aktualisierung (Planung von Abholungen oder Zustellungen von Pharmazeutika ausgenommen)
  • Beantwortung von Fragen zu medizinischen Dienstleistungen wie Tests oder Impfungen
  • Beantwortung von Fragen zum richtigen Gebrauch von Pharmazeutika
  • Bereitstellung von Umfragen oder Zahlungserinnerungen
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