Apothekenumsätze

Versandhandel wächst einstellig

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Die Versandapotheken haben nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IMS Health im ersten Halbjahr 680 Millionen Euro umgesetzt, das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit haben die Versandapotheken einen Anteil von 3 Prozent am gesamten Apothekengeschäft in Höhe von 22,6 Milliarden Euro.

Bei den rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln hat der Versandhandel einen Marktanteil von 11 Prozent. Die Zuwachsraten liegen inzwischen nur noch im einstelligen Bereich. 58 Prozent des Umsatzes (395 Millionen Euro) machen Versandapotheken mit OTC-Präparaten. Die umsatzstärkste Kategorie sind Mittel gegen Erkältungen und Schmerzen. Anders als in der Offizinapotheke werden aber häufiger größere Packungen bestellt, um Preisvorteile zu nutzen und Portokosten zu sparen.

Ein Viertel des Umsatzes (164 Millionen Euro) machen Versandapotheken mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln; dabei gibt es mit einer Ausnahme keine besonderen Schwerpunkte: Im Gegensatz zu den Offizinapotheken gehören Medikamente gegen Erektionsstörungen im Versandhandel zu den fünf meistverkauften Produkten.

Mit Kosmetik und Körperpflegeprodukten erwirtschaften die Versandapotheken 10 Prozent ihres Umsatzes (71 Millionen Euro). Mit Produkten des Medizinischen Sachbedarfs, dazu zählt das Marktforschungsinstitut Tests, Heil- und Hilfsmittel, setzte der Versandhandel 33 Millionen Euro um, das sind 5 Prozent des Gesamtumsatzes. Bei beiden Produktgruppen wuchsen die Umsätze um zweistellige Beträge. Dies zeigt IMS Health zufolge, dass der Apotheken-Versandhandel für weitere Produktkategorien attraktiv ist.

 

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