Russland-Geschäft positiv

Silomat & Co.: Stada profitiert von Zukäufen

, Uhr
Berlin -

Der Pharmakonzern Stada ist im ersten Halbjahr kräftig gewachsen. Dabei profitierte das Unternehmen von einem starken OTC-Geschäft und von einem starken Kurs des russischen Rubels trotz des Ukraine-Kriegs, der das wichtige Geschäft in Russland stützte.

In den ersten sechs Monaten des Jahres steigerte Stada den Umsatz um 17 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 1,76 Milliarden Euro. Unterm Strich wuchs der Gewinn auf 169 Millionen Euro nach 111 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2021. Das Russland-Geschäft, das rund 15 Prozent des Umsatzes bei Stada ausmacht, habe sich „im Großen und Ganzen“ wie der Konzern insgesamt entwickelt, sagte ein Unternehmenssprecher.

Stada beschäftigt in Russland etwa ein Sechstel der weltweiten Belegschaft von rund 12.500 Menschen (Stand Ende 2021). Der Konzern hatte sich trotz des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nicht aus Russland zurückgezogen und das mit der Arzneimittelversorgung der Menschen begründet. Eine Fabrik in Kiew hat Stada unterdessen wieder in Betrieb genommen, wie es weiter hieß.

25 Prozent Plus bei OTC

Besonders stark stieg im ersten Halbjahr der Umsatz mit rezeptfreien Medikamenten. Dabei profitierte Stada von Marken, die vom französischen Konzern Sanofi übernommen wurden wie Silomat, Mitosyl, Frubiase oder Modafen. Insgesamt lag der Umsatz im Bereich Consumer Healthcare bei 729,2 Millionen Euro (plus 25 Prozent). Auch das Geschäft mit Generika und Spezialpharmazeutika etwa gegen Parkinson legte zu.

Stada zählt zu den größten Anbietern bei rezeptfreien Arzneimitteln und Generika in Europa. Mit den Finanzinvestoren Bain und Cinven im Rücken, die Stada 2017 übernommen hatten, hat das Unternehmen viel Geld für Zukäufe ausgegeben und dafür hohe Schulden in Kauf genommen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Lesen Sie auch
Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
China verunsichert Unternehmen
Neue Engpässe wegen Anti-Spionagegesetz?

APOTHEKE ADHOC Debatte