Drogerieketten

Schlecker droht Aus in Deutschland

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Berlin -

Die meisten der rund 3200 noch bestehenden Schlecker-Filialen in Deutschland könnten bald auch noch geschlossen werden: Noch in dieser Woche wollen die Gläubiger der Drogeriekette über eine Zerschlagung des Konzerns entscheiden. Dies berichtet das Manager Magazin unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Personen.

 

Weil sich der Schuldenbetrag von Schlecker der Milliardengrenze nähere, drängen demnach die Gläubiger, darunter die Einkaufsgemeinschaft Markant und die Vermieter, auf eine schnelle Lösung. Nach Angaben der Zeitschrift gibt es bereits Interessenten für die profitable spanische Tochterfirma, zu der formal auch die Versandapotheke Vitalsana gehört.

Der Rettungsplan für die insolvente Drogeriekette zielt eigentlich auf einen Verkauf des Unternehmens als Gesamtpaket ab: Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte in den vergangenen Wochen nach Investoren gesucht, die auch die deutschen Filialen, die Verluste schreiben, übernehmen. Der Verkauf der tschechischen Tochter an das Handelsunternehmen p.k.Solvent (PKS) war Geiwitz zufolge bereits zuvor abgesprochen gewesen.

Doch die Zeit für einen Komplettverkauf wird knapp: Nicht zuletzt aufgrund der vielen Klagen ehemaliger Schlecker-Mitarbeiter waren mögliche Investoren abgesprungen. Dem Magazin zufolge drohen durch die rund 4000 Kündigungsschutzschreiben Kosten von bis zu 120 Millionen Euro; zudem verliere Schlecker derzeit durchschnittlich einen sechsstelligen Betrag pro Tag. Für „Ihr Platz“ steht bereits der Finanzinvestor Dubag als Käufer bereit.

 

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