Noweda droht Millionenrückzahlung

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Berlin - Wegen mutmaßlich falsch verbuchter Retouren droht der Noweda möglicherweise eine Nachzahlung in Millionenhöhe. Das Oberlandesgericht Karlsruhe (OLG) hat in der mündlichen Verhandlung am vergangenen Freitag einen Vergleich vorgeschlagen, wonach der Großhändler 1,9 Millionen Euro an die Versandapotheke Medikamente-per-Klick (Luitpold Apotheke, Bad Steben) zahlen soll. Die Noweda will sich noch bedenken.

Die Versandapotheke fordert die Rückzahlung von Gutschriften aus Retouren. Laut einer Vereinbarung mit dem Großhändler Kapferer, der seit 2008 zur Noweda gehört, wurden diese Beträge auf eigenen Kundenkonten von Medikamente-per-Klick verbucht. Zwischen 2004 und Oktober 2009 summierten sich die Gutschriften aus Retouren auf rund 3,5 Millionen Euro, ausgehend von einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro.

Die Noweda verbuchte jedoch nicht alle Rücksendungen auf dem Kundenkonto, sondern teilweise auf dem internen Sonderkonto mit der Nummer 1552. Hier bucht der Großhändler von allen Kunden Rückläufer, für die es keine Gutschrift gibt. Das betrifft etwa beschädigte Packungen und abgelaufene Ware.

Medikamente-per-Klick behauptet, die Noweda habe in vielen Fällen zu Unrecht Gutschriften auf dem Sonderkonto 1552 verbucht und entsprechend nicht rückvergütet. Die retournierte Ware sei dem Noweda-Lager zwar zugeführt, dem eigenen Konto aber nicht gutgeschrieben worden. Die damaligen Kapferer-Geschäftsführer hätten sich damit des Betrugs schuldig gemacht.

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