Prospan jetzt auch in USA erhältlich | APOTHEKE ADHOC
Engelhard expandiert

Prospan jetzt auch in USA erhältlich

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Berlin -

Seit Jahren expandiert der Mittelständler Engelhard im Ausland – zwei Drittel des Umsatzes werden mittlerweile außerhalb von Deutschland erzielt. Um die USA hat das Unternehmen bislang allerdings einen Bogen gemacht, zu schwierig ist der Markt. Doch nachdem lange darauf hingearbeitet wurde, ist es nun soweit: Ab diesem Jahr wird zunächst Prospan in allen 50 Bundesstaaten erhältlich sein.

Engelhard ist mit seinen Marken mittlerweile in mehr als 100 Ländern weltweit vertreten – von Europa über Nahost und Afrika bis hin nach Asien und Ozeanien sowie Mittel- und Südamerika. Den Markteintritt in den USA bezeichnet Geschäftsführer Oliver Engelhard als Meilenstein: „Die USA sind ein ganz wichtiger Markt, auf dem wir großes Potenzial für unsere beliebte Marke sehen.“

Schon seit vielen Jahren habe man geplant, die USA als Absatzmarkt zu gewinnen. Konkret wurde das Vorhaben aber erst in den letzten zwei Jahren. Mit dem US-Unternehmen Megalabs habe man den passenden Distributionspartner gefunden – strategisch stark, mit viel Potential zum Wachsen und einer sehr guten Positionierung im Handel. Mit der Muttergesellschaft gibt es bereits seit Jahren eine Zusammenarbeit auf den lateinamerikanischen Märkten. „Diese möchten wir nun auf dem wichtigen USA-Markt erweitern und fortsetzen.“

Zunächst steht die Einführung von Prospan als Marke im Fokus. „Unsere Vision und Ziel ist, auch mit unseren anderen Marken wie Isla und Velgastin den amerikanischen Markt zu bedienen, ganz nach unserem Motto Gesundheit bedeutet die Welt für uns“, so Engelhard.

Neues Packungsdesign

Die Vertriebskanäle in den USA funktionieren gänzlich anders als hierzulande: OTC-Medikamente sind in der Regel in Supermärkten erhältlich, der Großteil des Geschäfts läuft daher im Wege der Selbstbedienung. Beratungsgespräche mit pharmazeutischem Fachpersonal sind laut Engelhard eher die Seltenheit. Das wiederum habe Auswirkungen auf die Verpackungen, wie Engelhard erklärt: „Auf den ersten Blick muss es für US-Kundinnen und Kunden klar sein, worum es sich handelt, daher haben wir die Zielgruppendifferenzierung stärker ins Packaging übersetzt. Das neue Verpackungsdesign wird zuerst auf dem amerikanischen Markt ausgerollt, dann weltweit adaptiert.

Bionorica mit Startproblemen

Bionorica hatte vor Jahren einen schweren Start im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Die Ketten fragten nach Sinupret, nachdem die Arzneimittelbehörde FDA im April 2004 den Verkauf von ephedrinhaltigen Präparaten verboten hatte. Aus dem Stand hätte es Bionorica so in die Regale von 17.000 Filialen geschafft. Doch die Ketten setzten die Vereinbarungen nicht um, wie Firmeninhaber Professor Dr. Michael Popp 2011 berichtete. Anfragen aus Deutschland nach dem Verbleib der Präparate seien ins Leere gelaufen.

Deshalb änderte der Hersteller den Vertrieb: Die wichtigsten Präparate sind in den USA seitdem nur über den Versandhandel und in einigen Supermärkten erhältlich. Über den Partner Bioforce versendet das Unternehmen die Produkte auch direkt an Endkunden.

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