Apotheken-EDV

Pharmatechnik speichert Patientendaten

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Während die elektronische Gesundheitskarte weiter auf sich warten lässt, führt das Softwarehaus Pharmatechnik eine intelligente Kundenkarte ein - mit ähnlichen Funktionen: Auf der „ApoCard“ sollen nicht nur die persönlichen Daten des Patienten gespeichert werden, sondern auch medizinische Informationen wie die Medikation, Allergien oder ein Impfkalender.

Die Karte mit einem 32 KB-Chip funktioniert vollständig nur in der Stammapotheke des Kunden. Hier werden alle Daten gesammelt. Andere Apotheken mit Software von Pharmatechnik können zwar einen Interaktionscheck vornehmen, der Name des Kunden wird aber beispielsweise nicht angezeigt. Neue Medikamente können aber auf der Karte gespeichert und später in der Stammapotheke übertragen werden. Probleme mit der Datensicherheit sieht Pharmatechnik-Chef Dr. Detlef Graessner nicht: „Der Patient hat die Verfügungsgewalt über die Karte.“

Zunächst ist das Projekt exklusiv für Apotheken, die bei Pharmatechnik unter Vertrag stehen. Für die Kosten der Karte von rund einem Euro sollen die Apotheken aufkommen, die Kartenlesegeräte stellt Pharmatechnik für ein halbes Jahr kostenlos zur Verfügung, danach zahlt die Apotheke für das Paket 9,90 Euro.

Später will Graessner auch mit anderen Softwarehäusern reden, damit die „ApoCard“ in allen Apotheken eingesetzt werden kann. Schon jetzt können die Inhalte auch auf Smartphones abgerufen werden.

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