Pharmahersteller

Neuer Vertriebsdirektor für Tetesept

, Uhr
Berlin -

Merz hat für das freiverkäufliche Sortiment einen neuen Vertriebsdirektor. Für die Verkäufe von Marken wie Tetesept und Merz Spezial ist künftig Steven Potschull verantwortlich. Der Betriebswirt folgt auf Anja Fenske-Bengisch, die zum Kosmetikhersteller Thiocyn gewechselt ist.

Potschull ist seit Mitte Januar für die Verkäufe im Geschäftsbereich Consumer Care von Merz verantwortlich. Er betreut sowohl den Mass Market als auch die Apotheken. Zuvor leitete er für CP Gaba den Vertrieb in Drogerien. Zum Mutterkonzern Colgate-Palmolive kam er 2006; dort war er unter anderem als Marketing-Manager beschäftigt. Davor war er für Nestlé im Category- beziehungsweise Key-Account-Management tätig.

Er berichtet an Frank Baldauf, der den Geschäftsbereich der Drogerie- und Freiwahlprodukte des Frankfurter Herstellers leitet. Auch er kommt von Colgate-Palmolive und war dort als Geschäftsführer für den Vertrieb verantwortlich. Mit Potschull habe man einen Vertriebsdirektor mit langjähriger Erfahrung im Bereich schnelldrehender Konsumgüter gewonnen, heißt es.

Fenske-Bengisch war fünf Jahre für den Bereich der Selbstmedikation von Merz tätig. Die Betriebswirtin ist jetzt Geschäftsführerin von Thiocyn mit Sitz in Bad Homburg. Die Firma gehört zum Lohnhersteller SanderStrothmann und vertreibt das Hauptprodukt Noreiz gegen Neurodermitis seit Ende 2015 auch in Apotheken. Zuvor war sie unter anderem für Procter & Gamble (P&G), L'Oréal und GlaxoSmithKline (GSK) tätig.

Tetesept gibt es als Marke seit 1966. Kurz darauf wurde als erstes Erkältungsmittel der Hustensaft eingeführt. In den 1990er Jahren kamen weitere Gesundheitsprodukte wie Johanniskraut-Kapseln dazu. Zudem wurden die Vitamin- und Mineralstoffprodukte der Schwestermarke Tetefit integriert. Zuletzt hatte der Konzern die Serie in Anlehnung an erfolgreiche Marken erweitert. Merz Spezial Dragees wurden 1964 eingeführt.

Merz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von rund 1,2 Milliarden Euro (plus 16 Prozent) erzielt. Davon entfallen rund 900 Millionen Euro auf den Pharma- und Ästhetikbereich sowie 70 Millionen Euro auf das OTC-Geschäft. Zum Konzern gehört auch der Schreibwarenhersteller Senator mit rund 50 Millionen Euro.

Im Bereich der ästhetischen Medizin bietet der Hersteller etwa den Hyaluronsäure-Filler Belotero, den Volumen- und Lifting-Filler Radiesse und das Botulinumtoxin Bocouture an. Der Bereich wurde 2014 mit der Übernahme des auf Ultraschall-Technologien spezialisierten US-Unternehmens Ulthera ausgebaut.

Außerdem vertreibt Merz Rx-Medikamente wie Axura (Memantin) und Xeomin (Botulinumtoxin) sowie OTC-Produkte wie Pantovigar und Contractubex. Merz beschäftigt weltweit rund 3200 Mitarbeiter. Hierzulande gibt es Standorte in Frankfurt, Potsdam, Dessau-Roßlau und Reinheim. Der Hersteller betreibt in 25 Ländern Niederlassungen.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr aus Ressort
Sonderkosten belasten Gewinn
Compugroup hebt Prognose leicht an »
Peripher wirksamer Hustenstiller
Quimbo: Der Neue in der Sichtwahl »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Schärfere Maßnahmen geplant
Affenpocken: USA rufen Notstand aus»
Per Aufkleber Daten über den Körper
Ultraschallpflaster: Blick ins Innere»
Eine seltene Genmutation erweist sich als Glücksfall.
Weiterer Patient von HIV geheilt»
Möglicher Zusammenhang zwischen Endometriose und Schlaganfall
Endometriose: Kardiovaskuläres Risiko»
Abgeschlagenheit, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit
Long Covid: Kinder leiden nach Infektion»
Vergleich zu Biontech- oder Moderna-Geimpften
Novavax: Schwächere Immunantwort»
Jahresbericht der Wettbewerbszentrale
Apotheken-Verstöße als „Thema des Jahres“»
Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
Magen-Darm im Urlaub: Nein Danke!»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Als Vertretung: Spahn übernimmt Gesundheitsministerium»
A-Ausgabe August
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Auf antibakterielle Wirkstoffe besser verzichten
Hautcremes können dem Mikrobiom schaden»
Erste Leitlinie für Diagnose & Behandlung
Vitiligo: Wenn der Haut die Pigmente fehlen»