Pharmahandelskonzerne

Celesio zieht aus, Gehe zieht um

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Berlin -

Immer wieder wurde über einen Umzug der Celesio-Zentrale in Stuttgart spekuliert. Jetzt ist nach Informationen von APOTHEKE ADHOC die Tinte unter den Verträgen trocken: Anfang 2017 wird die Celesio-Hauptverwaltung in ein neues Gebäude in der Nähe des Stuttgarter Bahnhofs wechseln. Die Stuttgarter Mitarbeiter der Großhandelstochter Gehe beziehen dagegen den alten Celesio-Standort in der Neckartalstraße im Stadtteil Bad Cannstatt.

Derzeit ist die Zentrale der McKesson-Tochter auf mehrere Standorte verteilt. Neben dem Hauptgebäude, das Celesio gehört, sind in Bad Cannstatt vier weitere Flächen angemietet. Die IT beispielsweise ist im Cannstätter Carre untergebracht – auf der anderen Seite des Neckar und knapp zehn Minuten mit dem Auto entfernt. Energie und Effizienz seien daher vielfach auf der Strecke geblieben, heißt es.

Jetzt hat Celesio einen neuen Standort gefunden: Am Stockholmer Platz 1 wird ab Juli ein neues sechsstöckiges Gebäude entstehen, gut die Hälfte der Fläche wird Celesio beziehen. Der Umzug ist für März oder April 2017 geplant. Der Konzern hat einen langfristigen Mietvertrag abgeschlossen.

Der Stockholmer Platz liegt sehr zentral in Stuttgart, hinter der Stadtbibliothek und fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Die zentrale Lage und damit gute Erreichbarkeit soll einem Konzernsprecher zufolge Celesios Attraktivität auch als internationaler Arbeitgeber steigern. Gleichzeitig sei die Entscheidung ein klares Bekenntnis zum Standort.

Insgesamt 380 Mitarbeiter werden in das neue Gebäude wechseln. Etwa die gleiche Anzahl an Mitarbeitern ist bei Gehe von dem Umzug betroffen. Für die deutsche Vertriebstochter sei der bisherige Hauptsitz eine tolle Alternative zum jetzigen Standort, heißt es.

Über einen Umzug von Celesio war vor allem im Jahr 2012 spekuliert worden. Sogar ein Wechsel nach Berlin stand zur Diskussion. Treibende Kraft dahinter war dem Vernehmen nach der damalige Konzern-Chef Markus Pinger. Angeblich soll der Ehemann der damaligen Finanzchefin und späteren Pinger-Nachfolgerin, Dr. Marion Helmes, mit der Suche nach Standorten in Berlin betraut worden sein.

Die Pläne wurden aber schließlich nicht weiter verfolgt. Wildere Gerüchte über einen Umzug nach Düsseldorf oder sogar London waren vermutlich immer eher Spekulationen im Markt als konkrete Überlegungen im Konzern. Jetzt hat sich McKesson zumindest mittelfristig für einen Verbleib in Stuttgart entschieden. Sollte die Konzernspitze nicht das Ziel verfolgen, große Teile der Belegschaft auszutauschen, wäre ein Abschied auch kaum zu begründen.

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